Anzeige
21. November 2013, 08:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DFR: Trübe Aussichten auf dem Schiffsmarkt

Nach Angaben des Hamburger Analysehauses Deutsche Fonds Research (DFR) bringt auch das dritte Quartal 2013 keine Besserung auf dem Schiffsmarkt. Demnach bestehen in allen Segmenten deutliche Überkapazitäten.

Schiffsfonds: Der Geschäftsbetrieb ruht

Auch das dritte Quartal hat laut DFR in keinem Segment des Schiffsmarkts eine wesentliche Verbesserung mit sich gebracht.

Laut DFR ist weiterhin zu viel Tonnage im Markt. Die Hoffnung auf einen schnellen Abbau der Überkapazitäten werde durch volle Orderbücher gedämpft. Auch die Entwicklung der Weltwirtschaft lasse für die nächsten zwei Jahre keine Entspannung erkennen.

Erst ab 2016 erwarten Experten demnach wieder ein deutliches Wachstum, das dann auch zu einer besseren Auslastung der Schiffe führen wird. Neue Schiffsfonds werden laut DFR kaum vor Ende 2015 aufgelegt werden.

Kein neuer Schiffsfonds vor Ende 2015

Das verhaltene Wirtschaftswachstum, die bestehenden Überkapazitäten bei vollen Orderbüchern und dementsprechend niedrige Charterraten sind laut DFR die Hauptgründe dafür, dass für die nächsten beiden Jahre kaum mit Neuemissionen von Schiffsfonds gerechnet wird. Die Skepsis der Anleger trage ihr Übriges dazu bei.

Auch das neue Kapitalanlagegesetzbuch habe die Stagnation des Markte noch verstärkt. “Einige Initiatoren werden sich den neuen regulatorischen Herausforderungen erst dann stellen, wenn es eine Aussicht auf neue Projekte gibt. Bis dato ruht der Geschäftsbetrieb”, so  DFR-Geschäftsführer Nils Lorentzen. Zudem werden demnach bestehende Fondsstrukturen wahrscheinlich eher aufgelöst. Das betreffe nicht nur notleidende, sondern auch “werthaltige” Fonds.

Keine Veränderung auf den Schiffsmärkten

Das dritte Quartal hat laut DFR in keinem Segment eine wesentliche Änderung mit sich gebracht. Die langersehnte Markterholung lasse weiter auf sich warten, damit verbunden auch die Verbesserung der Charterraten. Am besten sieht es demnach noch bei Bulk Carriern und – mit Abstrichen – bei den Tankern aus. Beide Segmente seien zugleich auch die am stärksten von Schiffskäufern nachgefragten Segmente. Auf sie entfallen zusammen gut 82 Prozent der Transaktionen.

Bei den Containerschiffen verharren die Charterraten nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau, so DFR. Die Raten für Schiffe zwischen 725 und 3.500 TEU liegen demnach seit fast zwei Jahren auf annähernd gleicher Höhe. Mit einem Aufschwung sei nicht vor 2015 zu rechnen. Der Bulkermarkt erscheine etwas interessanter – voll allem der Rohstoffhunger Chinas könnte hier laut DFR für eine spürbare Erholung sorgen.

Capesize-Bulker konnten demnach in den vergangenen drei Monaten ihre Einnahmen um bis zu 46 Prozent steigern. Bei den Tankern habe sich die Schere zwischen groß und klein weiter geöffnet, von Kostendeckung könne bei den wenigsten Klassen die Rede sein. Viele erwirtschaften demnach noch nicht mal ihre Betriebskosten. Laut DFR drohen auf dem Fondsmarkt weitere Sanierungen, Verkäufe oder gar Insolvenzen. (jb)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Berufstätige Frauen und Mütter stärken die Rentenversicherung

Eine deutlich stärkere Erwerbsbeteiligung von Müttern könnte die Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung bis 2050 um insgesamt rund 190 Milliarden Euro entlasten. Zugleich würde der Staat rund 13,5 Milliarden Euro an Steuerzuschüssen einsparen. Zudem würde das Rentenniveau steigen, bei niedrigeren Beiträgen. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Prognos-Instituts im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Immobilien

Wohninvestments: Wo die Bedingungen am günstigsten sind

Trotz bundesweit immer höherer Kaufpreise sind Wohnimmobilien nach wie vor beliebte Anlageobjekte, gerade für die private Altersvorsorge. Wo die Bedingungen für Immobilieninvestoren derzeit besonders vorteilhaft sind, zeigt der Postbank Wohnatlas 2018.

mehr ...

Investmentfonds

Warum Dividenden-ETF so schlecht abschneiden

Von wegen Dividendenregen, die Quirin Privatbank stellt Dividenden-Strategien kein gutes Zeugnis aus. Die Bank hat die Performance von Dividenden-Indizes mit ihren Gesamtmarkt-Pendants verglichen und einige Schwachstellen von Dividenden-Strategien entdeckt.

mehr ...

Berater

Clark meldet Rekord-Finanzierung

Der Versicherungs-Robo-Advisor Clark hat mit einer Summe von 29 Millionen Dollar seine “Series-B”-Finanzierung abgeschlossen. Nach Angaben des Unternehmens war es die bisher größte “Series-B”-Finanzierung eines Insurtechs in Europa. Damit beläuft sich das Finanzierungsvolumen auf insgesamt 45 Millionen Dollar. 

mehr ...

Sachwertanlagen

“Sehr attraktives Marktumfeld mit historisch günstigen Schiffswerten”

Die Ernst Russ AG (vormals HCI Capital) hat das Geschäftsjahr 2017 mit Gewinn abgeschlossen und nach eigener Darstellung die strategische Neupositionierung erfolgreich fortgesetzt. Dazu zählen auch wieder Schiffe.

mehr ...

Recht

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...