Anzeige
13. November 2013, 12:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohnimmobilien: Junge Menschen bevorzugen “Schwarmstädte”

Junge Menschen in Deutschland konzentrieren sich laut einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) weit stärker auf bestimmte Städte als in früheren Jahren. Dieser Trend müsse bei der Altersvorsorge mit Wohnimmobilien berücksichtigt werden, so das DIA.

Wohnimmobilien: Junge Menschen bevorzugen Schwarmstädte

Der Anteil der 20- bis 35-Jährigen lag 2011 in 18 Städten mehr als 30 Prozent über dem Bundesdurchschnitt – 2010 war dies nur in vier Städten der Fall.

Laut der Studie lag der Anteil der 20- bis 35-Jährigen im Jahr 2011 bereits in 18 Städten mehr als 30 Prozent über dem Bundesdurchschnitt: Karlsruhe, Erlangen, Bayreuth, Regensburg, Darmstadt, Leipzig, Flensburg, Rostock, München, Kiel, Dresden, Freiburg, Münster, Mainz, Trier, Jena, Heidelberg und Würzburg – elf Jahre zuvor traf dies nur auf Münster, Würzburg, Heidelberg und Freiburg zu. Die 18 Städte weisen nach DIA-Angaben gleichzeitig stark steigende Mieten auf.

Werden veränderte Trends in der Binnen­wanderung, wie etwa das “Schwarmverhalten” junger Erwachsener, nicht erkannt, erfolgten Investition unter Umständen in einer Region, die von Abwanderung gekennzeichnet sei, mahnt das DIA. Dies führe zu sinkenden Mieterträgen und Wertverlusten der Immobilie.

Wanderungsintensität hat zugenommen

“Im Jahr 2000 wohnten erst fünf Prozent der jungen Erwachsenen in den sogenannten Schwarmstädten. Das sind Städte mit einem weit überdurchschnittlichen Anteil 20- bis 35-Jähriger. Im Jahr 2011 waren es dagegen bereits 25 Prozent”, sagt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. Dabei habe sich der Anteil der Kreise mit über- beziehungsweise unterdurchschnittlichem Anteil junger Erwachsener in dieser Zeit nicht verändert. Was sich verändert habe, so Morgenstern, sei die Stärke der Unterschiede. Das deute daraufhin, dass die Wanderungsintensität zugenommen habe, also der Anteil der Jungen, die ihre Heimat verlassen, zunehme, erklärt der DIA-Experte.

Sollte diese Entwicklung anhalten und sich die jungen Menschen nachhaltig in einer bestimmten Anzahl von Städten konzentrieren, bliebe dies nicht folgenlos für die regionalen Unterschiede bei den Geburtenraten, konstatiert die Studie. Die Bevölkerung wäre dann langfristig noch viel ungleicher verteilt, als derzeit schon prognostiziert. Im Ergebnis würden auch die Mieten und Preise in den Schwarmstädten stärker ansteigen beziehungsweise wäre die Neubaunachfrage dort entsprechend höher als in den Prognosen, argumentiert das DIA. Das schlage sich auf die Ergebnisse nieder, die mit Immobilien zur Altersvorsorge erzielt werden könnten. (lk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Berufstätige Frauen und Mütter stärken die Rentenversicherung

Eine deutlich stärkere Erwerbsbeteiligung von Müttern könnte die Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung bis 2050 um insgesamt rund 190 Milliarden Euro entlasten. Zugleich würde der Staat rund 13,5 Milliarden Euro an Steuerzuschüssen einsparen. Zudem würde das Rentenniveau steigen, bei niedrigeren Beiträgen. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Prognos-Instituts im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Immobilien

Hypoport erweitert Geschäftsbereiche durch Übernahme von FIO Systems

Die Hypoport AG übernimmt die Leipziger FIO Systems AG und erweitert damit ihr Leistungsspektrum. FIO Systems ist ein Spezialanbieter webbasierter Branchenlösungen für die Finanz- und Immobilienwirtschaft.

mehr ...

Investmentfonds

Hemmer neuer Vertriebs-Chef bei Carmignac

Der französissche Asset Manager Carmignac ernennt Nils Hemmer zum Country Head für Deutschland und Österreich. Mit Sitz in Frankfurt wird er im Juli die Leitung des deutschen und österreichischen Geschäfts übernehmen.

mehr ...

Berater

Prominente Unterstützung für Insurtech Ottonova

Der digitale Krankenversicherer Ottonova hat Seriengründer, Tech-Investor und TV-Star Frank Thelen (“Die Höhle der Löwen”) als Unterstützer gewonnen. Seine Beteiligungsfirma Freigeist Capital ist allerdings nicht direkt an Ottonova beteiligt.

mehr ...

Sachwertanlagen

“Sehr attraktives Marktumfeld mit historisch günstigen Schiffswerten”

Die Ernst Russ AG (vormals HCI Capital) hat das Geschäftsjahr 2017 mit Gewinn abgeschlossen und nach eigener Darstellung die strategische Neupositionierung erfolgreich fortgesetzt. Dazu zählen auch wieder Schiffe.

mehr ...

Recht

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...