Commerz Real, Ingka Group und KGAL stocken bei Offshore-Windpark auf

Foto: Commerz Real/Ingka Group
Der Offshore-Park umfasst 67 Windräder vor Borkum.

Drei der mittelbaren Anteilseigner des riesigen Offshore Windparks "Veja Mate" – Commerz Real, Ingka Group und KGAL – haben die verbliebenen Anteile von 20 Prozent vom Entwickler Siemens Financial Services (via Siemens Project Ventures) erworben.

Davon entfallen 70 Millionen Euro auf die Commerz Real als größtem Anteilseigner mit nunmehr rund 36 Prozent, teilt die Sachwerte-Tochter der Commerzbank mit. Sie wird das Eigenkapital über Ihren Fonds „Commerz Real Institutional Infrastructure Offshore Fund“ bei institutionellen Investoren platzieren. Im Februar 2019 hatte das Konsortium aus Commerz Real, Ingka Group, KGAL und ALH Gruppe etwa 80 Prozent der Anteile an der Veja-Mate-Projektgesellschaft gekauft.

Der Windpark „Veja Mate“ liegt den Angaben zufolge rund 95 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum in der deutschen Wirtschaftszone der Nordsee und umfasst insgesamt 51 Quadratkilometer. Mit einer Gesamtleistung von 402 Megawatt ist er demnach der drittgrößte deutsche Offshore-Windpark in Betrieb.

Inbetriebnahme 2017

Insgesamt 67 Windenergieanlagen erzeugen seit Inbetriebnahme 2017 Strom für die Versorgung von 450.000 Haushalten und vermeiden damit nach Aussage der Betreiber rund 950.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid-Emissionen jährlich. Bis Ende 2029 besteht eine staatliche Preisgarantie für die Einspeisung des erzeugten Stroms gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2014). Die technische Betreuung wird im Rahmen des Full-Service-Vertrags durch Siemens Gamesa Renewable Energy gewährleistet.

„Die strategische Aufstockung dieses erfolgreichen Bestandsinvestments ist für uns und unsere Investoren besonders attraktiv“, betont Yves-Maurice Radwan, Head of Green Deal Infrastructure bei der Commerz Real. „Mit seinen langfristig stabilen Erträgen und hohen Cash-Rückflüssen weist Veja Mate ein optimales Risiko-Rendite Verhältnis auf und leistet einen Beitrag zur Abschwächung des Klimawandels.“ Dass Siemens Gamesa als Full-Service-Dienstleister für weitere zehn Jahre an Bord bleibe, zeige zudem das langfristige Engagement auch von dieser Seite.

Der Asset Manager KGAL weist ebenfalls per Pressemitteilung auf die Transaktion hin. Seine Beteiligung an dem Offshore-Windpark ist demnach Bestandteil des erneuerbare Energien Fonds KGAL ESPF 4. Laut Michael Ebner, Geschäftsführer Sustainable Infrastructure der KGAL Investment Management hat die Beteiligung „unsere hohen Erwartungen bislang vollauf erfüllt“. Auch KGAL bewertet die Verpflichtung von Siemens Gamesa als Dienstleister für weitere zehn Jahre als Zeichen für dessen langfristiges Engagement.

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