Remax trotzt Zinsanstieg, Ukraine-Krise & Co.

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Symbolbild.

Das Immobilienmaklernetzwerk Remax Germany steigert Umsatz und Vermittlungsvolumen im ersten Halbjahr 2022 abermals kräftig und will weiter stark wachsen – auch durch eine Online-Kooperation mit IVD und anderen Maklern.

Remax Germany hat trotz gestiegener Zinsen, hoher Energiepreise und Inflation sowie einer starken Verunsicherung aufgrund des Ukraine-Kriegs das erste Halbjahr 2022 erfolgreich abgeschlossen, teilt das Unternehmen mit. Das Immobilienmaklernetzwerk vermittelte demnach von Januar bis Juni deutschlandweit Objekte im Wert von 1,083 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 969 Millionen Euro) und steigerte das Transaktionsvolumen damit um 11,8 Prozent.

Der Umsatz legte der Mitteilung zufolge im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres sogar um 15 Prozent zu. Das Franchiseunternehmen hat dabei die Zahl der Makler um 10,6 Prozent auf 845 erhöht. Bis zum Jahresende will Remax Germany 150 neue Makler rekrutieren und bis zu 50 neue Standorte eröffnen.

Online-Marktplatz mit anderen Maklern und IVD

Laut dem Maklernetzwerk ändert sich der Immobilienmarkt und damit der Maklermarkt gerade deutlich: „Wir stehen am Wendepunkt von einem langjährigen Verkäufermarkt zu einem Käufermarkt“, erklärt Kurt Friedl, CEO und Gesellschafter von Remax Germany. „Aufgrund der gestiegenen Bauzinsen und Energiepreise haben Kaufwillige weniger Geld für die Finanzierung zur Verfügung. Hinzu kommen die hohe Inflation und die Verunsicherung wegen der aktuellen politischen Lage, insbesondere infolge des Ukraine-Kriegs. Maklerhäuser werden sich demzufolge in Zukunft stärker um die Käufer bemühen müssen“.

Hierzu hat das Maklernetzwerk soeben mit sieben weiteren Maklerhäusern und dem Immobilienverband Deutschland (IVD) den Online-Marktplatz Immobilie1.de ins Leben gerufen. Potenzielle Käufer können den Angaben zufolge so Wohnungs- und Hausangebote kostenlos und exklusiv einsehen, bevor diese auf anderen Portalen veröffentlicht werden.

Nachfrage im gehobenen Preissegment rückläufig

„Die Nachfrage nach qualitativ guten Immobilien im mittleren Preissegment ist nach wie vor hoch. Voraussetzung sind eine gute Wohnlage und eine gute Infrastruktur“, sagt Friedl. Im gehobenen Preissegment sei die Nachfrage allerdings rückläufig, teilweise sogar stark, wenn die Infrastruktur wegen einer schlechten Verkehrsanbindung, einer Lage außerhalb des Speckgürtels oder aus ähnlichen Gründen nicht zu der gehobenen Immobilie passt. Da die Neubautätigkeit stark zurückgeht, seien laut Friedl gute, gebrauchte Immobilien sehr gefragt, vor allem im mittleren Preissegment.

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