Strategiewechsel nach Abwertung

Die Fondsgesellschaft DB Real Estate, Frankfurt am Main, will den Auslandsanteilihres vor der Wiedereröffnung stehenden Immobilienfonds „grundbesitz invest“ deutlich erhöhen. Zuvor hatte ein unabhängiges Sachverständigtengutachten einen Abwertungsbedarf von 2,4 Prozent festgestellt. Für die deutschen Objekte ergibt sich aus der Neubewertung eine Abwertung von 222 Millionen Euro und damit durchschnittlich 5,7 Prozent. Demgegenüber wurde für die ausländischen Objekte ein Aufwertungsbedarf von durchschnittlich 3,3 Prozent ermittelt.

Der Anteil der Immobilien im europäischen Ausland solle binnen zwei Jahren auf 50 Prozent zunehmen, teilte die Deutsche-Bank-Tochter mit. Vor der Schließung im Dezember hatte das Verhältnis von deutschen zu ausländischen Immobilien noch bei 65 Prozent zu 35 Prozent gelegen. Zu der neuen Fondsstrategie für den „grundbesitz invest“ zählt daher die Veräußerung von deutschen Immobilienpaketen. Die DB Real Estate hat bereits zwei Pakete zum Verkauf gestellt: Ein Portfolio von Einzelhandelsimmobilien über rund 275 Millionen Euro und ein Paket von Büroimmobilien über rund 500 Millionen Euro. Für beide Portfolios gäbe es eine große Nachfrage, vor allem von ausländischen Interessenten. Die Verkäufe sollen Unternehmensangaben zufolge noch in der ersten Hälfte dieses Jahres abgeschlossen werden.

0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments
Weitere Artikel
Wissen, was los ist – mit den Newslettern von Cash.
Wissen, was los ist – mit den Newslettern von Cash.