2. Mai 2008, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

King Sturge: Immobilienklima trübt sich weiter ein

Das Berliner Immobilienberatungsunternehmen King Sturge sieht die Stimmung auf dem deutschen Immobilienmarkt zunehmend negativ durch die weltwirtschaftliche Entwicklung beeinflusst. Das zeige der monatlich von King Sturge ermittelte Immobilienkonjunktur-Index. Demnach ist der Teilindikator für das Immobilienklima in der April-Befragung mit 97,1 Punkten erstmals unter den Schwellenwert von 100 Zählerpunkten gefallen.

Obwohl das durch eine Stimmungsumfrage unter 1.000 Markteilnehmern ermittelte Klima gegenüber dem Vormonat erneut um fünf Zählerpunkte sank, fällt der Abwärtstrend laut King Sturge doch schwächer aus als zuletzt. Die Immobilienkonjunktur, die auf monatlich erhobenen statistischen Daten basiert, hingegen habe im April deutlicher verloren als noch im März.

?Jetzt zeigt sich, dass sich die Immobilienwirtschaft nicht mehr wie in früheren Zeiten zumindest eine Zeit lang von der Gesamtwirtschaft abkoppeln kann?, kommentiert Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland. ?Durch das enge Zusammenwachsen von Finanz- und Immobilienmärkten fällt die Zeitverzögerung, die man bisher mit grob einem halben Jahr angab, fast völlig weg.?Unverändert erschwerte Zugangsbedingungen am Kreditmarkt schlagen sich laut King Sturge vor allem im Investmentklima nieder, das einen neuen Tiefstand von 76,6 Zählerpunkten erreicht hat. Die Entwicklung der Mieten und Flächennachfrage werde von den Befragten indes weit weniger negativ eingeschätzt. Zwar sinke das Ertragsklima auf 121,5 Punkte, ein Großteil der Befragten erkenne jedoch noch Entwicklungspotenzial.

?Der deutsche Immobilienmarkt behält dennoch seinen Vorsprung für sicherheitsorientierte Investoren. Seine Fundamentaldaten sind robust, es besteht mehr Potenzial nach oben als nach unten ? im Gegensatz zu anderen Märkten etwa in Spanien oder Großbritannien. Den trüben Aussichten entsprechend handeln die Akteure am Immobilienmarkt derzeit allerdings extrem vorsichtig. Zunächst jedenfalls ist die Party vorbei?, so Hettrich weiter. (te)

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Provinzial NordWest: Kerngesund und kraftvoll trotz Orkanschäden

Die Provinzial NordWest hat sich im vergangenen Geschäftsjahr 2018 erneut sehr erfolgreich als wachstums- und ertragsstarker Versicherungskonzern im Markt positioniert. Mit einem Anstieg der gebuchten Beitragseinnahmen um 3,4 % auf 3,46 Mrd. Euro wuchs der zweitgrößte öffentliche Versicherer deutlich über dem Marktdurchschnitt. Der Markt ist in der Schaden-, Unfall- und Lebensversicherung (inkl. Pensionskassen und Pensionsfonds) um 2,3 % gewachsen.

mehr ...

Immobilien

Immobilien: Wann der Käufer Schadensersatz fordern kann

Der vertragliche Haftungsausschluss ist kein Tor zur Narrenfreiheit: In seinem Urteil vom 9. Februar 2018 hat der Bundesgerichtshof geklärt, wann trotz eines vertraglich zugesicherten Haftungsausschlusses des Verkäufers ein Schadenersatzanspruch aufgrund von Sachmängeln bestehen kann (Az.: V ZR 274/16). Ein Beitrag von Philipp Takjas, McMakler

mehr ...

Investmentfonds

“Hoher Investitionsbedarf treibt die Kurse”

Aktien von Infrastrukturunternehmen gelten in Krisenzeiten als deutlich stabiler als der breite Markt. Warum das so ist und welche weitere Vorteile Investments in das Segment Infrastruktur bieten, erklärt Susanne Linhardt, Senior Portfolio Managerin Aktien bei Bantleon, im Gespräch mit Cash.

mehr ...

Berater

Erneut Kritik an der Grundrente durch die Union

Nach Überzeugung von CDU/CSU führt die Grundrente nach dem Konzept der SPD zu einer überproportionalen Besserstellung von Teilzeitbeschäftigten, bevorzugt Partnerschaften nach traditionellem Rollenmodell und sorgt für deutlich höhere Aufwertungen von Renten als im Koalitionsvertrag vorgesehen. Dies geht aus Berechnungen im Auftrag der Union hervor, die der Düsseldorfer “Rheinischen Post” vorliegen.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Insolvenzverwalter holt Immobilien vom Gründer zurück

Im Insolvenzverfahren über das Privatvermögen des Gründers des Container-Anbieters P&R wurde die erste Gläubigerversammlung abgehalten. Der Insolvenzverwalter konnte demnach Vermögenswerte sichern – wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

mehr ...

Recht

BVK: Provisionsdeckel frühestens ab März 2020

Der von der Großen Koalition geplante Provisionsdeckel in der Lebensversicherung wird in diesem Jahr nicht mehr in Gesetzesform gegossen. Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverbands deutscher Versicherungskaufleute (BVK), geht davon aus, dass das Gesetzesvorhaben nicht vor März 2020 umgesetzt wird. Das teilte er in einer Pressekonferenz des BVK in Kassel mit.

mehr ...