BFW sorgt sich um Wohnungsneubau

Der Wohnungsneubau in Deutschland ist in den ersten sieben Monaten 2009 um 5,4 Prozent beziehungsweise 4.850 Wohnungen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts zufolge wurden zwischen Anfang Januar und Ende Juli 84.300 Wohnungen gebaut.

Für den Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) ist das Anlass zur Sorge: „Zwar zeigen sich im Bereich des Mietwohnungsneubaus die Differenzen geringer als im Eigenheimbereich, angesichts des steigenden Bedarfs an bezahlbaren und altersgerechten Wohnungen kann aber keinesfalls von einer positiven Entwicklung gesprochen werden“, erklärte BFW-Präsident Walter Rasch.

Angesichts der zunehmenden Unsicherheit der öffentlichen Rentenkassen sei sogar davon auszugehen, dass die Bedeutung der Immobilie als Altersvorsorge mittel- und langfristig noch an Bedeutung gewinnen werde, so Rasch weiter. Der Lobbyist wirbt daher eine Vereinfachung des sogenannten Wohn-Riesters.

Die Eigenheimrente sei weiterhin zu kompliziert und durch die Nachversteuerung zudem schwer kalkulierbar. Außerdem könne sie die Eigenheimzulage kurzfristig nicht ersetzen.

Positive Effekte für den Wohnungsneubau seien erst ab 2011 zu erwarten. Um die Lücke bis 2011 zu schließen, schlägt der BFW-Präsident einen befristeten Schuldzinsenabzug zur Einkommensteuer für selbstgenutztes neu angeschafftes Wohneigentum für die Jahre 2009 bis 2010 vor. (hb)

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