19. November 2009, 00:02
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Bullish für gut gemanagtes Betongold”

Zur anhaltenden Diskussion über die Bewertung der Portfolios offener Immobilienfonds sprach cash-online mit Dr. Gernot Archner, dem Geschäftsführer des Bundesverbandes der Immobilien-Investment-Sachverständigen.

Archner-127x150 in Bullish für gut gemanagtes Betongold

Dr. Gernot Archner

cash-online: Hat die Abwertung im Portfolio des P2 Value im Juli der Branche einen Schock versetzt?

Archner: Die Abwertung hat verständlicher Weise die Anleger verunsichert. Die Branche dürfte weniger überrascht gewesen sein. Ein pauschal hohes Abwertungsrisiko bei den OIF insgesamt sehe ich weiterhin nicht. Die Märkte haben sich wieder beruhigt. Erste Märkte, die stark korrigiert hatten, wie London oder Paris, verzeichnen sogar schon wieder steigende Preise. Es sieht insgesamt eher nach einem Stabilisierungsszenario als nach Fortsetzung der Krise aus. Der Abwertungsdruck von der Investmentseite hat sich im  Spitzensegment weitgehend verflüchtigt.  Anders sieht es noch in schlechteren Lagen oder bei Objekten mit Ertragsrisiken aus. Entscheidend für die Rendite in 2010 dürfte deshalb sein, dass die Ertragsseite der Portfolios stabil bleibt. Da sieht es aus heutiger Sicht gar nicht so schlecht aus. Der robuste Arbeitsmarkt und die rasche Erholung der Weltwirtschaft lässt auch für den deutschen Gewerbeimmobilienmarkt hoffen.

cash-online: Können Sie einen Ausblick für 2010 wagen?

Archner: Nur einen sehr vorsichtigen, da die beschriebene Stabilisierung noch sehr fragil ist. Wir werden in 2010 aller Voraussicht nach weiterhin eine deutliche Spreizung bei den Renditen der OIFs sehen.

cash-online: Aus welchen Gründen?

Archner: Die Chancen bestehen darin, dass die laufenden Nettomieterträge in 2009/2010 weitgehend stabil fließen und bei den Fonds mit per Saldo erfolgten Abwertungen sogar in 2010 zu einer höheren Nettomietrendite als in 2009 führen. Das liegt daran, dass die Verkehrswerte als Bezugsgröße gesunken sind. Die Nettomieterträge in 2010 werden sich nach Fondskosten und nach Länderallokation, Nutzungsarten und Bewertungsniveaus voraussichtlich zwischen drei und knapp fünf Prozent bewegen.

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Corona-Warn-App: Jeder dritte Erwachsene nutzt sie

Jeder dritte Bundesbürger ab 18 Jahren hat den eigenen Angaben zufolge die Corona-Warn-App der Bundesregierung auf seinem Handy installiert. Weitere 19 Prozent wollen diese in Zukunft „wahrscheinlich“ (fünf Prozent) oder „vielleicht“ (14 Prozent) noch installieren. Damit steht gut die Hälfte der erwachsenen Bundesbürger der vor rund zwei Monaten gestarteten Warn-App positiv oder zumindest aufgeschlossen gegenüber.

mehr ...

Immobilien

Neues BGH-Urteil zu Modernisierungskosten

Der BGH stellt klar: Instandhaltungsanteil muss von Modernisierungskosten abgezogen werden. Der Mieterbund begrüßt Urteil als längst überfällig.

mehr ...

Investmentfonds

Gold: Langjähriger Aufwärtstrend angebrochen

Gold hat preislich einen Meilenstein erreicht. Auch Silber ist eine hochwertige Anlage. Wie es mit mit den Edelmetallen langfristig weitergeht.

mehr ...

Berater

Coronavirus: EU-Kommission veröffentlicht Vorschläge für den Kapitalmarkt

Die Europäische Kommission hat am 24. Juli ein Maßnahmenpaket veröffentlicht, das Teil ihrer Strategie für eine Erholung der Kapitalmärkte von den Folgen der Corona-Krise ist. Mit dem Paket passt die EU-Kommission die europäische Prospektverordnung (Prospekt-VO)‚ die zweite europäische Finanzmarktrichtlinie (Markets in Financial Instruments Directive II – MiFID II) und die Verbriefungsvorschriften gezielt an.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bergfürst-Crowdinvestment: Büros zu Wohnungen

Die Crowdinvesting-Plattform Bergfürst sucht sechs Millionen Euro in Tranchen ab zehn Euro, um ein Bürohaus in Frankfurt am Main in Mikro-Apartments umzubauen. Vertrags-Detail: Wer wenig investiert, bekommt sein Geld unter Umständen als erster zurück.

mehr ...

Recht

Studie: Sollte Mietendeckel kippen, drohen hohe Rückzahlungen

In Berlin sind die Unterschiede zwischen der Marktmiete und der Mietendeckelmiete inzwischen eklatant. Einer Studie der Hamburger Immobilienforschungsinstituts F+B zufolge drohen Mietern in Berlin Nachzahlungen von mehreren tausend Euro, sollte der Mietendeckel in der Bundeshauptstadt durch das Verfassungsgericht gekippt werden. 

mehr ...