CS Euroreal öffnet die Pforten wieder

Die Großbank Credit Suisse wird ab Juli wieder Anteilsscheine ihres offenen Immobilienfonds „CS Euroreal“ annehmen. Der im Oktober 2008 aufgrund mangelnder Liquidität geschlossene Fonds habe „beachtliche“ Mittelzuflüsse verbucht und verfüge inzwischen wieder über ein ausreichend hohes Polster von 1,1 Milliarden Euro oder 16 Prozent des Fondsvermögens, heißt es in der Credit-Suisse-Mitteilung.

Zwischen dem 30. Oktober 2008 und dem 23. Juni 2009 seien Neugelder in Höhe von 420 Millionen Euro eingesammelt worden. Der 6,8 Milliarden Euro schwere Flaggschiff-Fonds der Schweizer ist eines der Schwergewichte der Branche.

Karl-Heinz Heuß, Geschäftsführer der Credit Suisse Asset Management, hatte bereits Anfang Juni gegenüber cash-online erklärt, dass das Portfolio zum Monatsende wieder geöffnet werden soll.

Der Fonds gehört zu einem Dutzend seiner Gattung, die Ende Oktober 2008 von ihren Anbietern eingefroren wurden, weil es kurzfristig zu erheblichen Mittelabzügen gekommen war, die die Liquiditätsquoten bedrohten.

Das Grundproblem der Anlageklasse besteht darin, dass Anlegergelder in vergleichsweise illiquide Immobilien-Assets investiert werden, die Fonds selbst aber börsentäglich handelbar sind. Ziehen Investoren in großem Stil Gelder ab, geraten sie deshalb leicht in Liquiditätsnöte. (hb)

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