Preise in Top-Wohnlagen Londons steigen weiter

Die Preise für erstklassige Wohnimmobilien in Central London sind laut dem Preisindex der internationalen Immobilienberatung Knight Frank im vierten Monat in Folge gestiegen.

Im Juli 2009 wurden die Top-Wohnlagen der britischen Hauptstadt laut Knight Frank um 1,5 Prozent teurer. Im Jahresvergleich hätten die Preise allerdings noch immer um 14,4 Prozent nachgegeben. „Der Juli war ein weiterer starker Monat auf dem Markt für Londoner Wohnimmobilien,“ kommentiert Liam Bailey, der das dortige Research bei Knight Frank verantwortet. „Die Preise haben sich über alle Segmente hinweg nach oben bewegt, egal ob Lage, Preiskategorie oder Immobilientyp. Dieser Trend zeigt sich in ganz Großbritannien, wobei die hochwertigen Segmente das Feld anführen“, so Bailey weiter.

Mit mehr als sechs Prozent seien die Preise in Chelsea und Kensington seit ihrem Tiefpunkt im März am höchsten gestiegen. Die Preise für Häuser hätten mit 1,9 Prozent im Juli stärker zugelegt als für Wohnungen (ein Prozent). Liegenschaften mit einem Wert unterhalb von 2,5 Millionen Pfund sind laut Knight Frank in den letzten drei Monaten um fünf Prozent teurer geworden, Objekte mit einem Wert von mehr als zehn Millionen Pfund hätten dagegen nur 3,9 Prozent gewonnen.

Laut Knight Frank sind für diese Entwicklung drei Gründe verantwortlich: das zurückkehrende Vertrauen, diebelastbare Nachfrage und das fallende Angebot. So klagen Immobilienberater seit einiger Zeit über einen Mangel an Objekten. Im Vergleich zum Vorjahr sei dasAngebot im Juli um 34 Prozent gesunken und für den Herbst keine Entspannung in Sicht.

„In Central London werden kaum neue Wohnprojekte entwickelt,“ erläutert Bailey. Im zweiten Quartal seien 60 Prozent weniger neue Projekte auf den Markt gekommen als noch im Vorjahr. „Das knappe Angebot wird uns in nächster Zeit begleiten. Trotz dieser Situation können wir nicht sicher sein, dass dieser Trend anhält. Es sieht zwar so aus, als ob die Rezession in Großbritannien ihre schlimmste Zeit durchschritten hat.Dennoch herrscht Unsicherheit in Bezug auf Arbeitslosigkeit, Inflation und die Veränderung derZinsen“, schränkt Bailey ein. (te)

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