Europa-Investitionsvolumen bei über 100 Milliarden

Dem Immobilienberatungsunternehmen CB Richard Ellis (CBRE) zufolge wird das Investitionsvolumen auf dem europäischen Gewerbeimmobilienmarkt im Jahr 2010 über der Marke von 100 Milliarden Euro und damit deutlich über dem Volumen des Vorjahres von 73 Milliarden Euro liegen.

europa-fahnen-shutt_18292504Die Trends auf den Märkten waren demnach in den ersten fünf Monaten 2010 durchweg positiv, wenngleich auf das Premium- beziehungsweise Core-Segment des Immobilienmarktes beschränkt. Durch die zunehmende Bereitschaft von Banken Kredite zu finanzieren, die Erholung bei den Kapitalwerten und die steigende Zuversicht von Investoren werden sich laut CBRE im Jahr 2010 das gesamte Transaktionsvolumen und auch die Anzahl größerer Transaktionen erhöhen.

Als besonders bemerkenswert bezeichnet CBRE die Verbesserung auf den Finanzierungsmärkten. Während es kaum Änderungen bei den Kreditbedingungen gebe, habe die Zuversicht der Kapitalgeber deutlich zugenommen. Dies sei der einfacheren Verfügbarkeit von Finanzierungen für Neubauprojekte und den verbesserten Konditionen im Bereich der so genannten Mezzanine-Finanzierungen zu verdanken. Das größere Interesse an Produkten unterhalb des Core-Segments sorge für eine Zunahme der Investmentaktivitäten über die Premium-Produkte hinaus.

CBRE geht für das Gesamtjahr 2010 von einem Transaktionsvolumen in Europa von mehr als 100 Milliarden Euro aus. Dabei spiele die Belebung des Sekundärmarktes, auf dem opportunistische Investoren Objekte mit Wertsteigerungspotenzial erwerben, eine zentrale Rolle. Gegenwärtig sei das Investoreninteresse an diesem Marktsegment noch in erster Linie auf Großbritannien und Frankreich beschränkt, CBRE rechnet allerdings mit einer Ausweitung auf andere Volkswirtschaften in Westeuropa und auch auf Deutschland.

Fabian Klein, Head of Investment bei CBRE in Deutschland, kommentiert: „Das aktuell sehr geringe Angebot an erstklassigen Immobilien führt dazu, dass viele Investoren keine Anlagemöglichkeiten finden. Diese beginnen nun, aufgrund der besseren ökonomische Fundamentaldaten, besseren Finanzierungsmöglichkeiten und stabilen Flächennachfrage, Immobilien mit Wertsteigerungspotenzial in ihre Überlegungen mit einzubeziehen. In Großbritannien und Frankreich gab es dementsprechend schon die ersten Akquisitionen. Deutschland, aber auch Polen und Spanien werden die nächsten Märkte sein, wo wir opportunistische Investitionen in Gewerbeimmobilien in einem größeren Umfang sehen werden.“ (te)

Foto: Shutterstock

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