21. Dezember 2010, 15:28
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Hohe Nachfrage nach Forward-Darlehen

Viele Bundesbürger rechnen offenbar mit steigenden Baufinanzierungszinsen. Der Bielefelder Baugeldvermittler Enderlein etwa verzeichnet in den letzten Wochen des laufenden Jahres eine hohe Nachfrage nach Forward-Darlehen.

Haus-keks-shutt 61052722-127x150 in Hohe Nachfrage nach Forward-Darlehen„Viele Immobilienbesitzer mit laufenden Krediten möchten sich das aktuelle Zinsniveau sichern. Sie vermuten, dass die Konditionen zum Ablauf ihrer Zinsbindung höher sind als heute und schließen deshalb jetzt Folgekredite ab“, berichtet Enderlein-Experte Manfred Hölscher. Im Durchschnitt suchten Kunden Anschlusskredite für eine Restschuld von 100.000 Euro.

Die Aufschläge für Forward-Kredite betragen laut Hölscher derzeit zwischen 0,01 und 0,03 Prozent pro Monat Vorlaufzeit. „Damit sind Forward-Darlehen bis zu einer Vorlaufzeit von etwa 36 Monaten empfehlenswert. Bei längeren Vorlaufzeiten von bis zu 60 Monaten lohnt der heutige Abschluss wegen der Aufschläge unseres Erachtens selten“, erläutert er.

Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Konditionen. Einige Anbieter verlangen laut Hölscher durch die bereitstellungszinsfreie Zeit in den ersten sechs bis zwölf Monaten keinen Mehrpreis. Das bedeute, Immobilieneigentümer, deren Zinsbindung im Dezember 2012 auslaufe, könnten einen entsprechenden Forward-Kredit mit Laufzeitbeginn im Dezember 2012 aktuell für knapp unter vier Prozent aufnehmen.

Nach Aussage von Hölscher rechnen Experten mittelfristig mit steigenden Konditionen. Erstmals seit Mai dieses Jahres liege die Rendite für Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit wieder über drei Prozent. Es sei damit zu rechnen, dass die Anleihekurse sinken und deren Renditen steigen. „Damit wird auch das Baugeld langsam, aber sicher teurer. Noch liegen die Preise für Hypothekendarlehen im Bereich ihrer historischen Tiefststände. Weder für Erst- noch für Anschlussfinanzierer gibt es derzeit Gründe, eine Immobilienfinanzierung auf die lange Bank zu schieben“, so Hölscher. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Coronakrise: Verträge ruhen lassen – wo das jetzt geht

Ob Miete, Telefon, Strom, Kredite oder Versicherungen – durch das Corona-Hilfspaket der Bundesregierung haben Privatpersonen und Kleinstunternehmen seit Anfang April die Möglichkeit, Verträge für eine kurze Zeit ruhen zu lassen. Bei welchen Verträgen das möglich und sinnvoll ist, welche Risiken aber auch mit einem Zahlungsaufschub verbunden sind, wissen die ARAG-Experten.

mehr ...

Immobilien

Corona-Krise drückt die Zinsen für Baukredite

Das Corona-Virus (Covid-19) hat die Welt in einen Ausnahmezustand versetzt. Vor allem wirtschaftlich ist es für viele Länder eine Belastungsprobe, darunter auch Deutschland. Freuen können sich jetzt aber Bauwillige, so Town & Country: Die Zinsen für Baukredite werden dank Corona-Krise auf ein historisches Tief gedrückt.

mehr ...

Berater

JDC Group AG gewinnt weitere Großkunden

Die Boehringer Ingelheim Secura Versicherungsvermittlungs GmbH (BI Secura) und die JDC-Group-Tochter Jung, DMS & Cie. haben einen exklusiven Kooperationsvertrag geschlossen.˜ Ebenso wird die InsureDirect24 Assekuranz GmbH, Generalagentur der Nürnberger Versicherung, die die Direktkunden der Nürnberger Versicherungsgruppe betreut, zukünftig die Abwicklung und Abrechnung der Verträge ihrer Kunden auf der Plattform-Technologie von JDC durchführen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Fondsbörse erwartet negative Corona-Folgen

Nach den Quartalszahlen ihrer Tochtergesellschaft Deutsche Zweitmarkt AG hat nun auch die Fondsbörse Deutschland ihren März-Bericht veröffentlicht. Demnach war der Handel im abgelaufenen Monat insgesamt “robust”, der Ausblick für das zweite Quartal fällt indes “eher verhalten” aus.

mehr ...

Recht

Corona-Bonus – was Arbeitgeber beachten müssen

Arbeitgeber dürfen ihren Mitarbeitern einen steuerfreien Corona-Bonus bis zu 1.500 Euro zahlen. „Steuerfrei und sozialabgabenfrei ist der Bonus aber nur, wenn es sich um einen zusätzlichen Bonus handelt“, warnt Ecovis-Steuerberater Martin Fries in Aschaffenburg. Er erläutert, was Arbeitgeber beachten müssen, damit sie und ihre Mitarbeiter von der Steuerfreiheit profitieren.

mehr ...