Anzeige
26. Februar 2010, 11:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ramsauer: Wohnungs- und Immowirtschaft solide

Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) hat im Bundestag den ersten Bericht zur Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland vorgestellt, der dokumentiert, dass die Wohnraumversorgung in Deutschland zwar gut ist, allerdings starke regionale Unterschiede aufweist. Die Branchenverbände fordern indes mehr staatliche Förderung.

Bundesadler Neu-127x150 in Ramsauer: Wohnungs- und Immowirtschaft solideIn den dynamischen Ballungsräumen wie München, Köln oder Stuttgart kann es dem Bericht zufolge zu Wohnungsengpässen kommen. Dies bestätige auch die aktuell vom Bundesinstitut für Bau, Stadt- und Raumforschung veröffentlichte Wohnungsmarktprognose 2025.

“Die Länder haben mit der sozialen Wohnraumförderung ein zielgenaues Instrument, um regionale Knappheiten zu beheben. Der Bund unterstützt die Länder dabei mit jährlich 518 Millionen Euro. Auch unsere KfW-Programme unterstützen den Wohnungsneubau. Jede dritte Neubauwohnung ist inzwischen mit KfW-Mitteln gefördert”, kommentiert Ramsauer.

Der Bericht zeichnet ein positives Bild einer solide aufgestellten deutschen Immobilienwirtschaft. Der Befund: Die Branche wirkt auf die Konjunktur stabilisierend – insbesondere wegen der in Deutschland üblichen konservativen Finanzierungspraxis. Daraus werde laut Ramsauer auch die Bedeutung der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft für Deutschland deutlich. Die Branche stehe für einen großen Teil der Investitionen und sichere Millionen von Arbeitsplätzen in diesem Land.

Gleichzeitig stehe sie allerdings vor großen Herausforderungen. “Wir wollen die Wohneigentumsquote deutlich erhöhen. Der Wohnungsbestand muss den Bedürfnissen älterer Menschen angepasst werden und energieeffizienter werden. Das werden wir auch zukünftig unterstützen. Mit den  CO2-Gebäudesanierungsprogrammen und dem Programm Altersgerecht Umbauen fördern wir solche Investitionen mit Milliardenbeträgen”, so Ramsauer weiter.

Die sich unter anderem aus mehreren Branchen, Arbeitergeber- und Arbeitnehmerverbänden sowie Unternehmen rekrutierende Kampagne Impulse für den Wohnungsbau stimmt der Diagnose des Ministers grundsätzlich zu. Es sollte allerdings mehr geschehen, als das CO2-Gebäudesanierungsprogramm finanziell aufzustocken, um ausreichend energieeffizienten und altersgerechten Wohnraum bereitzustellen, so das Bündnis.

Den genannten Anforderungen könne die Wirtschaft nur gerecht werden, wenn die Politik den entsprechenden Rahmen setze. Dazu gehörten eine Verbesserung der steuerlichen Abschreibungsbedingungen und eine verbesserte Ausgestaltung der KfW-Programme. Die Mittel der Förderbank sollten erhöht, die Förderkriterien für den Bestandsersatz von Wohnungen geöffnet werden.

Die Kampagne erwartet eine Diskussion über zweckdienliche Förderinstrumente und eine entsprechende Beschlussfassung des Bundestages in der laufenden Legislaturperiode. Unter den gegenwärtigen Bedingungen würden die vom Minister gewünschten energieeffizienten und altersgerechten Wohnungen nicht gebaut werden. (te)

Foto:Bundesregierung

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...