Studie: Via Förderung Wohnungsbaukrise meistern

Der Bedarf an energieeffizienten und altersgerechtem Wohnraum lässt sich der Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“ zufolge teilweise durch den kompletten Ersatz von Gebäuden der 50er und 60er Jahre decken. Derzeit werde aber gerade diese Maßnahme durch die Förderstruktur der KfW benachteiligt. Die unterschiedliche Behandlung von Modernisierung und Neubau durch die KfW führe nach Berechnungen des Pestel Instituts zu einer fragwürdigen Bevorzugung von Modernisierungsmaßnahmen. Die Beispielrechnungen der Immobilienforscher zeigten, dass der Bestandsersatz gegenüber der Sanierung um circa 300 Euro pro Quadratmeter benachteiligt werde.

Die in der Kampagne zusammengeschlossenen Verbände, die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB), die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau (DGfM), der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen sowie der Deutsche Mieterbund (DMB) fordern die Politik zum Handeln auf: „Mit wenigen Regelungen wie der Erhöhung der Abschreibungssätze und der Aufstockung der KfW-Programme kann die neue Bundesregierung in diesem Jahr die nötige Wende im Wohnungsbau einleiten“, fasst Stefan Thurn, Präsident des BDB, die Vorschläge des Verbands-Bündnisses zusammen. „Eine Veränderung der Förderkriterien der KfW ist sogar schnell und unbürokratisch auf dem Verordnungsweg möglich. Zunächst aber ist es unumgänglich, dass der Haushaltsausschuss des Bundestages den aktuellen Zusagenstopp für KfW-Fördermittel schnellstmöglich beendet und die Verunsicherung der Investoren nicht noch weiter treibt.“

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