Vertrauen in die Immobilienmärkte stabilisiert sich

Die großen europäischen Immobilieninvestmentmärkte fassen wieder Tritt. Die Rahmenbedingungen haben sich in den ersten sechs Monaten des Jahres insbesondere in Deutschland weiter stabilisiert. Zugleich lässt die gegenüber dem zweiten Halbjahr 2009 gestiegene Investitionsbereitschaft für 2010 signifikant höhere Transaktionsvolumina als im Vorjahr erwarten. Zu diesem Ergebnis kommt die Fondsgesellschaft Union Investment in ihrer aktuellen Investitionsklima-Untersuchung.

Wolkenkratzer1Der Investitionsklimaindex von Union Investment, der halbjährlich die Erwartungen und Einstellungen der europäischen Immobilienprofis erfasst, erreicht mit 67,5 Punkten exakt den Indexwert vom Herbst 2009. „Der Index kommt zudem nah an die letzte Höchstmarke von 2007 mit 68,7 Punkten heran. Getragen wird der allgemeine Aufwärtstrend von den optimistischen Investorenerwartungen aus Deutschland. In Paris und London stagniert der Index derzeit auf hohem Niveau“, analysiert Olaf Janßen, Leiter Immobilien Research bei Union Investment.

Das Klima für Immobilieninvestitionen kletterte in Deutschland von 66,1 auf 67,8 Punkte und erreichte damit einen Wert, der erstmals seit Herbst 2008 wieder oberhalb der Klimaindizes der beiden anderen großen Volkswirtschaften Europas liegt. In Frankreich gab der Klimaindex (67,5 Punkte) um 0,8 Zähler, in Großbritannien (67,2 Punkte) um einen Punkt leicht nach.

„Die Nachholbewegung in Deutschland fällt überraschend stark aus. Sie zeugt von einem ausgeprägten Vertrauen der Investoren in die Entwicklung des heimischen Marktes“, kommentiert Janßen. Korrespondierend hierzu erwartet eine klare Mehrheit (58 Prozent) der befragten deutschen Investoren für die nächsten zwölf Monate eine deutlich steigende Investorennachfrage aus dem Ausland und 63 Prozent der deutschen Investoren gehen davon aus, dass sich das Investitionsklima hierzulande im Verlauf der nächsten zwölf Monate weiter verbessern wird.

UK-Investoren erwarten negative Effekte aus Griechenland-Krise

Die französischen Investoren sehen die Entwicklung für ihren Heimatmarkt mit 59 Prozent ähnlich positiv. Bei den britischen Immobilieninvestoren registriert die Untersuchung hingegen eine skeptischere Grundhaltung: Nur 34 Prozent der britischen Investoren glauben, dass sich das Klima für Immobilieninvestments in UK kurzfristig weiter verbessern wird; 27 Prozent rechnen gar mit einer Verschlechterung. „Die Erwartung von negativen Effekten der Griechenland-Krise, die bei den UK-Investoren extrem hoch ausgefallen ist, hat das Stimmungsbild beeinflusst“, so Janßen. So erwarten sich immerhin 71 Prozent der britischen Investoren größere Auswirkungen der Griechenland-Krise auf das Transaktionsgeschehen in Europa.

Seite 2: Wie die gefühlte wirtschaftliche Belebung wirkt

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