Wertentwicklung von Wohnimmobilien weiter stabil

Viele Faktoren sprechen für eine stabile Wertentwicklung von Wohnimmobilien auch in Zukunft. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim, die von der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen (Arge) in Auftrag gegeben wurde.

wohnimmosDie Untersuchung zum Thema „Determinanten der langfristigen Wertentwicklung von Immobilien“ zeigt jedoch, dass die Wertentwicklung mehr als in der Vergangenheit von Qualität und Standort der Immobilien beeinflusst wird. Die Nachfrage kleiner und älterer Haushalte mit ihren speziellen Wohnwünschen wird zudem an Bedeutung gewinnen.

„Wir wollen die Diskussion über die Zukunft der Wohnimmobilie versachlichen. Es geht vor allem um die Frage, wie sich die Bevölkerungs entwicklung auswirken wird. Die Studie des ZEW liefert dazu einen wichtigen Beitrag“, begründet Matthias Lechner, Vorsitzender der Arge und Geschäftsfeldleiter Bausparbank von Wüstenrot die Untersuchung.

Neben direkten und indirekten Effekten des demographischen Wandels seien weitere positive und negative Einflussfaktoren zu berücksichtigen, um ein realistisches Bild der künftigen Wertentwicklung von Wohnimmobilien zu erhalten.

Demographischer Wandel stärkt den Wohnungsmarkt

Ein zentraler Faktor der Wohnungsnachfrage ist die Zahl der privaten Haushalte. Die meisten Prognosen zur demographischen Entwicklung in Deutschland erwarten trotz rückläufiger Bevölkerungszahl bis mindestens 2020 eine Zunahme der privaten Haushalte in Deutschland. Dabei gewinnen kleinere Haushalte mit älteren Haushaltsvorständen zulasten größerer Haushalte mit mittlerem Alter des Haushaltsvorstands an Bedeutung. Diese Entwicklung dürfte einen Zuwachs der künftigen Wohnungs- und Wohnflächennachfrage und, damit verbunden, mindestens eine Preisstabilität von Immobilien bewirken.

Durch die demographische Entwicklung ergibt sich eine geringere Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung, die von der jüngeren Generation durch eigene Anstrengungen zur Verbesserung der Altersvorsorge kompensiert werden muss. Dadurch dürfte die Nachfrage nach Immobilien tendenziell steigen. Dies gilt umso mehr, als sich die staatliche Förderung der Altersvorsorge im Rahmen der Riester-Rente nunmehr vollumfänglich auch auf die Wohnimmobilie erstreckt.

Seite 2: Wie die Zukunft des Wohnungsmarkts aussieht

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