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4. April 2011, 15:22
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Aussitzen oder Reiten?

Die Beyerle-Kolumne

Machen wir uns nichts vor: Die außergewöhnlichen Einschläge in unseren Modellen kommen näher. Unsicherheit macht sich breit. Fast scheint es, dass die Vorboten der Extremwertetheorie Einzug halten in die traditionelle Zyklenargumentation der Immobilienwirtschaft.

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Cash.-Kolumnist Thomas Beyerle


Finanzkrise, Tsunami und nuklearer Gau, Einpreisung der Effekte auf den Dax und die Langfristigkeit einer Immobilienanlage – widerspricht sich das denn alles nicht zunehmend?

Oder einfacher gefragt mit dem Klassiker jeder Prognose: „Können Sie ausschließen, dass…?“. Können wir? Da werden dann „Schwarze Schwäne“, „Wildcards“ und Financial Behavoir Begrifflichkeiten strapaziert um der Wahrheit aus dem Weg zu gehen. Natürlich nicht – denn zugegebener Maßen: das konnten wir noch nie.

Denn die Berechenbarkeit einer Ausfallwahrscheinlichkeit – so heißt es zumindest im Kapitalmarkt-Approach der letzten Jahre – heißt für die Mehrheit nicht anders als die Risikoeinschätzung. Ist uns diese gar abhanden gekommen?

Eine ur-immobilienwirtschaftliche Fragestellung vom Typus: Markteinschätzung und antizyklische Investition. Das „Reiten“ des Zyklus haben wir erst in der letzten Dekade gelernt und erfahren – das Aussitzen entspringt eher der Langfristsichtweise der Immobilie.

Während dem Reiten beziehungsweise traden eine dynamisch sportlich, aktive Grundtendenz zugesprochen wird, schwingt im Begriff „Aussitzen“ genau das Gegenteil mit. Aktuell habe wir wiederum eine solche Gemengelage: die Immobilienmärkte in Deutschland erleben eine Konstellation welche an einen „perfect storm“ erinnert – reiten wir also den Aufschwung.

Doch die externen Schocks nehmen gewaltig zu. Der berühmte Sack Reis der in China – in diesem Falle Japan – umfällt, hat offensichtlich deutliche Wirkungen auf unser Handeln. Die Unsicherheit ist deswegen spürbar, weil eben nicht bei allen Investmentgesellschaften welche dort investiert sind, eine einheitliche Risikoeinschätzung vorzuliegen scheint.

Doch auch auf übergeordneter Stelle, sprich in der Kapitalmarktwelt ist die Risikoeinschätzung aus den Fugen geraten: die Zinssteigerungserwartung und die der Anstieg der Inflation, Risikoprämien in Portugal in Griechenland – alles andere als prognostizierbar – das Risiko nimmt also insgesamt zu.

Seite 2: Der Schweinezyklus der Immobilienwirtschaft

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2 Kommentare

  1. Geniale Analyse – so das es auch ein Normalbürger versteht!

    Kommentar von Darkstar — 1. November 2011 @ 18:37

  2. Guter Beitrag!

    Kommentar von Onassis — 12. August 2011 @ 12:15

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