Rics: Deutschlands Gewerbeimmobilienmarkt spitze

Die Stimmung auf den weltweiten Märkten für Gewerbeimmobilien hat sich im ersten Quartal 2011 aufgrund der fortschreitenden wirtschaftlichen Erholung weiter aufgehellt. Deutschland nimmt in Europa eine Spitzenposition ein. Dies geht aus dem Global Commercial Property Survey der Royal Institution of Chartered Surveyors (Rics) hervor.

DeutschlandDer Markt für Gewerbeimmobilien in Deutschland hat in den ersten drei Monaten 2011 demnach an die gute Entwicklung des vierten Quartals 2010 angeschlossen. Auch für die kommenden drei Monate werde mit einer steigenden Flächennachfrage und sich erhöhenden Kapitalwerten gerechnet. Die Untersuchung zeigt die steigende Zuversicht der Marktteilnehmer bei der Nachfrage besonders in Zentral- und Osteuropa. Zusätzlich wird für das zweite Quartal 2011 für mehr Länder mit steigenden Mietpreisen und Kapitalwerten gerechnet als dies in den Quartalen zuvor der Fall war.

In Europa habe das Interesse an Investments in Gewerbeimmobilien in den ersten drei Monaten 2011 zugenommen. In 14 der, in der Untersuchung berücksichtigten 19 Länder wurde eine Zunahme bei der Nachfrage nach Immobilieninvestments verzeichnet. Für Deutschland wurde dabei der stärkste Anstieg registriert, während in Polen, Skandinavien, Russland und der Tschechischen Republik eine positive, stabile Nachfrage existiert. In Irland, Griechenland, Spanien und Portugal gehe die Investmentaktivität hingegen weiter zurück. Wegen des Preisanstiegs in anderen Regionen Europas beginnen Investoren sich jedoch verstärkt wieder für diese Länder zu interessieren um sich ein günstiges Einstiegsniveau zu realisieren.

Die Nachfrage von Immobiliennutzern habe sich weiter verbessert, dennoch blieben die Erwartungen zu Mietpreissteigerungen in den meisten Ländern gedämpft. Dies liegt, der Interpretation der Rics zufolge, zum Teil an nicht unerheblichen Leerstandsniveaus, die zuerst abgebaut werden müssten bevor sich generelle Erhöhungen der Mietpreise realisieren ließen. Der größte Optimismus in Bezug auf die Flächennachfrage herrscht der laut der Untersuchung in Russland. Auch in Frankreich habe eine Verbesserung bei den wirtschaftlichen Aussichten Auswirkungen auf die Erwartungen bei Flächennachfrage und Mietpreisniveau.

Seite 2: Fragile Immobilienmärkte in Krisenstaaten der Eurozone

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