Anzeige
29. April 2011, 11:21
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Seitwärtsentwicklung der Baufinanzierungskosten

Die Baufinanzierungskosten verharrten nach den jüngsten Anstiegen zuletzt auf stabilem Niveau. Das belegt die März-Auswertung des Dr. Klein-Trendindikators Baufinanzierung (DTB), der monatlich auf Basis von rund zehntausend über die Europace-Plattform abgeschlossenen Immobilienfinanzierungen ermittelt wird und die Entwicklung zentraler Baufinanzierungs-Parameter widerspiegelt.

Gawarecki-127x150 in Seitwärtsentwicklung der Baufinanzierungskosten

Stephan Gawarecki, Dr. Klein

Nach dem Anstieg im Januar und Februar blieben die monatlichen Kosten für ein Standarddarlehen – so das DTB-Ergebnis – im März  mit einem Anstieg von einem Euro im Vergleich zum Vormonat stabil. “Hintergrund war ein fast gleichbleibender Zinssatz, der allerdings im Monatsverlauf stark schwankte. Im Vergleich zum Vorjahreswert zahlen Eigenheimbesitzer heute für ein Standarddarlehen rund vier Euro mehr pro Monat. Viel deutet aktuell auf weiter steigende Baufinanzierungszinsen hin. Hierzu zählt – neben der jüngsten Leitzinserhöhung – insbesondere Basel III, dessen Regeln die Kosten der Banken für die Herauslage von Krediten anheben werden”, erläutert Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher Dr. Klein & Co. das Ergebnis das Trendbarometers

Laut DTB sei in den vergangenen Monaten mit steigenden Zinsen jeweils auch der Tilgungsanteil gesunken. Allerdings hätten die Kreditnehmer dennoch jeweils mehr als im Vorjahr getligt. Nun sei der durchschnittliche Tilgungssatz im März mit einem Wert von 1,6 Prozent erstmals leicht unter seinen Vorjahreswert von 1,61 Prozent gesunken. Gegenüber dem Vormonat hätten Schuldner ihre durchschnittliche Tilgung um 2,5 Prozent reduziert. “Damit entfernen sich die meisten Eigenheimbesitzer von der von Experten empfohlenen Tilgungsrate von zwei Prozent. Wer sein Darlehen jedoch in einem überschaubaren Zeitrahmen ablösen möchte, sollte möglichst viel tilgen. Investoren, die ein Objekt aus Renditegründen kaufen, legen ihren Fokus meistens nicht auf eine kleine Restschuld. Vielmehr geht es ihnen darum, den Tilgungssatz bei einem Minimum von einem Prozent zu lassen. Denn ihr Interesse ist es, den Zinsaufwand steuerlich geltend zu machen und das Objekt nach Ablauf der Spekulationsfrist gewinnbringend zu veräußern”, mach Gawarecki deutlich.

Nach einem Rückgang der Sollzinsbindung im vergangenen Monat habe sich die durchschnittliche Dauer der Zinsbindung im März auf zehn Jahre und elf Monate erhöht. “Ausschlaggebend war hierfür das Angebot eines größeren Bankpartners, der 30-jährige Zinsbindungen zum Preis einer 15-jährigen Zinsbindung angeboten hat. Noch vor einem Jahr war die durchschnittliche Zinsbindungsdauer mit neun Jahren und sechs Monaten noch anderthalb Jahre kürzer. Lange Zinsbindungen garantieren dem Kreditnehmer Sicherheit über die zu zahlenden Darlehenskosten. Möchte ein Kunde heute sein Darlehen vor der vereinbarten Frist ablösen, so hat er der Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung zu bezahlen. Aktuell diskutieren Politiker in Brüssel über eine Gesetzesvorlage, nach der Kunden jederzeit ihre Darlehen zurückführen können, und Banken eine Vorfälligkeitsentschädigung möglicherweise nicht mehr in der aktuellen Höhe einfordern können. In Folge dessen könnte es zu höheren Kreditkosten und kürzeren Sollzinsbindungen kommen”, so die Interpretation der Dr. Klein-Vorstandssprechers.

Seite 2: So haben sich Darlehenshöhe, Darlehensarten und Beleihungsauslauf entwickelt

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 07/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebsrente – Wandelanleihen – Ferienimmobilien – Family Offices

Ab dem 21. Juni im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Neuer Finanzvorstand: Jens Warkentin wechselt von Axa zu Talanx

Jens Warkentin, derzeit Chief Operating Officer bei der Axa Konzern AG in Deutschland, tritt vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats zum 1. Oktober 2018 in den Vorstand der Talanx Deutschland AG ein. Der 51-Jährige wird zum 31. März 2019 das Ressort von Barbara Riebeling übernehmen, die derzeit als Finanzvorstand und Arbeitsdirektorin der Talanx Deutschland AG tätig ist.

mehr ...

Immobilien

Diese Filialbanken bieten die besten Baufinanzierungskonditionen

Dank des Niedrigzinses sind die Finanzierungsbedingungen für den Immobilienkauf noch günstig, jedoch nicht bei allen Filialbanken. Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat untersucht, welche Banken die besten Kreditkonditionen gewähren.

mehr ...

Investmentfonds

Argentinien: Probleme trotz IWF-Kredit

Der IWF-Kredit hat die argentinischen Märkte stabilisiert, aber die Probleme des Landes bleiben bestehen. Welche Herausforderungen die Wirtschaft in den nächsten Monaten überwinden muss und was das für Anleger bedeutet: Gastbeitrag von Rob Drijkoningen, Neuberger Berman

mehr ...

Berater

Sparkassen: Echtzeitüberweisungen in der Regel nicht kostenlos

Seit wenigen Tagen können Kunden bei zahlreichen Sparkassen ihre Überweisung in Echtzeit vornehmen – dies allerdings in der Regel nicht kostenlos. Die Kosten liegen zwischen null und zwölf Euro, wie eine Erhebung von Konto.org ergab. Das Fachportal hat die Preise für Echtzeitüberweisungen aller 385 Sparkassen online abgefragt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer Head of Research and Strategy bei Thomas Lloyd

Die ThomasLloyd Group hat ihr Management-Team erweitert: Nick Parsons ist seit Juni am Hauptsitz in London als Head of Research and Strategy tätig und in dieser Rolle auch Chefvolkswirt der Investment- und Beratungsgesellschaft.

mehr ...

Recht

Erbbaurecht: Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks

Kommunen, Kirchen und Stiftungen vergeben häufig Erbbaurechte. Als “Eigentum auf Zeit” können diese gerade für junge Familien mit wenig Eigenkapital eine Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks darstellen. Die Hamburgische Notarkammer erklärt.

mehr ...