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18. April 2012, 15:13
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Europace Hauspreis-Index erreicht neuen Höchststand

Die Immobilienpreise in Deutschland steigen weiter. Nach den Ergebnissen des Europace Hauspreis-Index (EPX) wurde im Monat März ein neuer Höchststand verzeichnet. Vor allem Häuser aus dem Bestand legten in der Preisentwicklung zu.

Haus-index2-shutt 34927417-127x150 in Europace Hauspreis-Index erreicht neuen HöchststandAnalog zur Frühjahrsbelebung der deutschen Wirtschaft habe auch der EXP Fahrt aufgenommen und sei im März von 105,62 auf 106,34 Punkte geklettert. Mit einem Zuwachs um 0,69 Prozent habe der Gesamtindex den stärksten Anstieg seit November vergangenen Jahres verzeichnet. Diese Entwicklung beruht nach Angaben der Europace AG aktuell vor allem auf dem Wachstumstrend im Segment bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser.

Während Eigentumswohnungen im Vormonat den Aufwärtstrend des EPX verantwortetet hätten, habe deren Dynamik im März leicht nachgelassen. Zwar hätten auch sie zum sechsten Mal in Folge einen Preisanstieg verbucht, mit 0,63 Prozent sei die Zunahme jedoch geringer als im Vormonat mit 1,95 Prozent. Dennoch wird laut Europace mit 109,57 Punkten auch in diesem Segment eine neue Rekordmarke erreicht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei der Wert von Eigentumswohnungen damit um 9,84 Prozent gestiegen.

Bei den neu erbauten Ein- und Zweifamilienhäusern wurde ein leichtes Wachstum von 0,14 Prozent verbucht, das laut Europace den vorherigen Rückgang um 0,12 Prozent ausgleicht. Insgesamt zeichne dieses Segment sich derzeit durch relative Stabilität aus. Mit 112,94 Punkten seien neue Häuser aktuell um 4,43 Prozent teurer als vor einem Jahr.

Ein starker Zuwachs wurde im März bei Ein- und Zweifamilienhäusern aus dem Bestand verzeichnet. Dieser habe den Abwärtstrend der vergangenen drei Monate durchbrochen. Der Index für Bestandshäuser legte im März um 1,4 Prozent zu. Aufgrund der großen Rückgänge seit Dezember 2011 weist der Teilindex nach Aussage von Europace auf Dreimonatssicht allerdings noch einen negativen Wert von minus 0,19 Prozent auf. Gegenüber dem Vorjahreswert sei das Preisniveau jedoch um insgesamt 4,32 Prozent gestiegen.

Insgesamt profitieren deutsche Wohnimmobilien nach Einschätzung von Europace weiterhin von günstigen Rahmenbedingungen: Das Zinsniveau für Kreditaufnahmen ist vorteilhaft, Deutschland gelte als Hort der Stabilität und Wohnen sei nach wie vor ein wertstabiles Investment. Vor allem der Index für neue Ein- und Zweifamilienhäuser liege am deutlichsten über dem Ausgangswert von 100 Punkten. Allerdings verzeichne dieser nach dem starken Anstieg der vergangenen Monate aktuell eine Stabilisierung auf hohem Niveau. Daher sei für die nahe Zukunft eine gleichbleibende Entwicklung zu erwarten.

Die starke Nachfrage nach Eigentumswohnungen durch Selbstnutzer und Privatinvestoren wird sich Einschätzung von Europace fortsetzen, sofern die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin stabil bleibt. Daher werde auch der entsprechende Teilindex weiter anziehen, wenn auch zu erwarten sei, dass der Schwung der vergangenen Monate abgemildert wird. Bei Häusern aus dem Bestand sei derzeit nach der Konsolidierung der vergangenen drei Monate wieder ein leichtes Wachstum zu beobachten. Es bleibe abzuwarten, ob sich eine nachhaltige Trendwende einstellt.
 (bk)

Foto: Shutterstock

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