Anzeige
26. Januar 2012, 15:42
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Europäische Büroimmobilien: Unterschiedliche Performance

Europäische Büroimmobilien haben nach Angaben des Immobilienberaters Jones Lang LaSalle (JLL) der Krise bisher weitgehend getrotzt. Eine gute Performance verzeichneten insbesondere deutsche und skandinavische Standorte, manch andere stehen unter Druck.

Stockholm-shutt 38957065-127x150 in Europäische Büroimmobilien: Unterschiedliche Performance

Stockholm

Die Schuldenkrise in der Eurozone drückt die konjunkturellen Wachstumsaussichten überall in der Region weiterhin nach unten, so JLL. Trotz dieser ernsten Probleme hätten sich die wichtigsten Büromarkt-Indikatoren im letzten Quartal 2011 leicht verbessert – mit unterschiedlichen Entwicklungen in den Märkten.

Nach wie vor sei die Performance in den deutschen und skandinavischen Städten erfreulich gut, während die Märkte im Zentrum der Krise weiter unter großem Druck stehen. “Die Stimmung bei den Unternehmen und den Investoren bleibt anfällig, Unsicherheit ist zu spüren. Zwar gibt es einzelne Büromarktindikatoren, die 2012 sogar zulegen könnten, insgesamt ist das Einmünden in eine Stagnation aber wahrscheinlich. Unter der Voraussetzung, dass sich bald tragfähige Antworten und Lösungen für die Krise in Europa finden werden, könnte sich zum Jahresende die Situation verbessern”, so Chris Staveley, Leiter EMEA Office and Industrial Capital Markets bei Jones Lang LaSalle.

Die Spitzenmieten waren laut JLL im vierten Quartal im Großen und Ganzen unverändert. Der Europäische Mietpreisindex von JLL, der auf der gewichteten Performance von 24 Index-Städten basiert, habe zwar zugelegt, aber lediglich um 0,4 Prozent. Vier Index-Märkte zeigten demnach Mietpreissteigerungen (Rotterdam plus 2,6 Prozent, Berlin plus 2,4 Prozent, Düsseldorf plus 2,1 Prozent und Paris plus 1,3 Prozent), während die Mieten in den zwei wichtigsten spanischen Märkten immer noch leicht rückläufig waren (Barcelona minus 1,3 Prozent, Madrid minus 1,0 Prozent). Im Jahresvergleich sei für den Index ein Plus von 5,9 Prozent zu notieren.

Spanne zwischen den Standorten wächst

Die europäische Immobilienuhr von JLL zeige, wie die Spanne zwischen den dort 36 abgebildeten Märkten immer größer wird. 16 Märkte bewegten sich derzeit auf oder vor der 6-Uhr-Position (“verlangsamter Mietpreisrückgang”), elf weitere Märkte befinden sich im Quadranten “Beschleunigtes Mietpreiswachstum”, aber nur für Berlin traf ein Mietpreisanstieg auch im vierten Quartal zu. Neun Märkte seien es mittlerweile, die über der 9-Uhr-Position liegen (“verlangsamtes Mietpreiswachstum“), im Zyklus weit fortgeschritten befinden sich demnach London, Paris, Zürich und Oslo.

Der Büroflächenumsatz in Europa ist laut JLL im Gesamtjahr 2011 um fünf Prozent auf 11,2 Millionen Quadratmeter gestiegen und liege damit auf Niveau des Fünf-Jahresschnitts. Von den 24 Index-Städten verzeichneten 15 ein höheres Umsatzvolumen als 2010. Unterschiedlich entwickelten sich die beiden größten europäischen Markte, Paris und London. Während die französische Hauptstadt im Zwölf-Monatsvergleich mit einem Umsatzplus von 15 Prozent abschloss, war der Rückgang für die britische Finanzmetropole mit 45 Prozent deutlich.

Seite 2: Spitzenrenditen bleiben unverändert

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 07/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebsrente – Wandelanleihen – Ferienimmobilien – Family Offices

Ab dem 21. Juni im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Blockchain: (Noch) keine Priorität bei den Versicherern

Bei 68 Prozent der deutschen Finanzdienstleister räumen dem Thema Blockchain derzeit noch keine große Priorität ein. Viele Banken, Versicherer und Asset Manager wollen erst einmal abwarten, was die Konkurrenz macht, zeigt eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter den Führungskräften von 300 Banken, Versicherern und Vermögensverwaltern.

mehr ...

Immobilien

Wohnimmobilien: Nachfrage im im Osten so hoch wie nie

Wohneigentum ist in Ostdeutschland aktuell so gefragt wie nie zuvor. Neben klassischen Selbstnutzern bringt die Niedrigzinsphase laut der Landesbausparkasse (LBS) auch immer mehr Investoren dazu, nach sicheren Anlagen auf dem Immobilienmarkt zu suchen.

mehr ...

Investmentfonds

Gedämpfter Optimismus in China

Das Vertrauen in das chinesische Wachstum schrumpft, ein Grund dafür ist der Handelskrieg, der von US-Präsident Donald Trump ausgeht. Doch der Konflikt könnte die Entwicklung des Landes und seines Marktes durchaus auch positiv beeinflussen.

mehr ...

Berater

Roboadvisor in der Anlageberatung – Sie werden immer besser

Robo-Advisor von Fintech-Unternehmen oder Banken sollen die Anlageberatung beleben und Privatkunden eine komfortable Hilfe bei der Geldanlage bieten. Wie gut die digitalen Helfer sind, zeigt eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ), das im Auftrag des Nachrichtensenders n-t 17 Robo-Advisor-Lösungen von 15 Anbietern unter die Lupe genommen hat.

mehr ...

Sachwertanlagen

Fondsbörse warnt erneut vor “Lockangebot”

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG entrüstet sich erneut über ein Angebot, wonach den Anlegern der Kauf ihrer Fondsanteile weit unter dem Zweitmarktkurs angeboten wird. In diesem Fall ist die Diskrepanz besonders groß.

mehr ...

Recht

Erbbaurecht: Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks

Kommunen, Kirchen und Stiftungen vergeben häufig Erbbaurechte. Als “Eigentum auf Zeit” können diese gerade für junge Familien mit wenig Eigenkapital eine Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks darstellen. Die Hamburgische Notarkammer erklärt.

mehr ...