1. Oktober 2012, 17:41
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

JLL: Transaktionsvolumen bei Gewerbe- und Wohnimmobilien legt zu

Der deutsche Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien zeigte nach Angaben des Immobilienberatungsunter-nehmens Jones Lang LaSalle (JLL) im dritten Quartal 2012 eine anziehende Dynamik. Den größten Zuwachs beim Transaktionsvolumen verbuchten allerdings Wohnimmobilien.

GewerbeimmobilienMit rund 5,4 Milliarden Euro habe das in gewerblich genutzte Immobilien investierte Kapital um 26 Prozent über dem Vorquartal gelegen. Seit Jahresanfang wurde damit ein Transaktionsvolumen von 14,9 Milliarden Euro registriert, was allerdings einem Rückgang von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

“Da sich einige größere Transaktionen zeitlich verschoben haben, konnte die Lücke zum Vorjahr nicht ganz geschlossen werden. Im letzten Quartal erwarten wir aber ein signifikantes Anziehen der Abschlüsse. Ein Gesamttransaktionsvolumen von 21 bis 23 Milliarden Euro erscheint nach wie vor realistisch”, so Timo Tschammler, Leiter Investment und Vermietung Büro- und Industrieimmobilien Jones Lang LaSalle Deutschland.

Big 7 mit mehr als der Hälfte des Transaktionsvolumens

Auf die sieben Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart entfielen laut JLL mit 9,1 Milliarden Euro mehr als 60 Prozent des Volumens. Auch die absoluten Volumina in jeder dieser „Big 7“ hätten mit Ausnahme von München im dritten Quartal den bisherigen Spitzenwert erreicht. Neben den starken Anstiegen in München und Stuttgart (plus 42 und plus 229 Prozent) sei auch der Zuwachs von 38 Prozent in Berlin hervorzuheben.

Im Zwölf-Monatsvergleich ist nach Angaben von JLL der Anteil der gehandelten Büro-Investments deutlich von 25 auf aktuell 44 Prozent angestiegen, das absolute Volumen kletterte von 4,43 auf 6,6 Milliarden Euro. Im Gegensatz dazu fiel der Anteil für Einzelhandelsimmobilien von 48 Prozent auf aktuell rund 30 Prozent zurück. “Dies ist nicht auf eine rückläufige Nachfrage zurückzuführen, sondern in erster Linie Resultat des begrenzten Angebots vor allem im Bereich Shopping Center”, so Jörg Ritter, Leiter Einzelhandels-Investment und -Vermietung Jones Lang LaSalle Deutschland. Von der Anzahl her hätten Fachmärkte inklusive Supermärkte/Discounter sowie Fachmarktzentren oder Nahversorgungs-Standorte dominiert.

Bei den Spitzenrenditen in den sieben Metrpolen haben sich im Vergleich zur Mitte des laufenden Jahres laut JLL außer in Stuttgart (von 4,95 auf 4,8 Prozent) keine Änderungen ergeben. Für Büroimmobilien liegen demnach die Spitzenrenditen in der Aggregation über alle sieben Hochburgen hinweg bei 4,80 Prozent. Für Shopping Center würden nach wie vor Netto-Anfangsrenditen von genau fünf Prozent gezahlt. “Der Druck bleibt aufgrund des Nachfrageüberhangs bestehen. Wir erwarten bis Ende des Jahres nur noch mäßige Rückgänge und im nächsten Jahr eine  Seitwärtsbewegung”, so Tschammler. Anders sehe es für innerstädtische Geschäftshäuser in interessanten und wirtschaftlich starken Städten außerhalb der Big 7 aus. Dort würden die Ankaufsfaktoren steigen. Der Produktmangel in dem stark nachgefragten Core-Segment werde sich auch in den verbleibenden drei Monaten des Jahres nicht ändern und sich dementsprechend auf die Zahl der gewerblichen Immobilientransaktionen auswirken.

Weiterhin hohe Investorennachfrage für Wohnimmobilien

Ein deutlich gewachsenes Transaktionsvolumen registriert JLL bei Wohnimmobilien. In den ersten neun Monaten 2012 wurde ein Transaktionsvolumen von acht Milliarden Euro für Portfolios (mehr als 10 Wohneinheiten) registriert. Mehr als 140.000 Wohneinheiten wechselten den Eigentümer. Damit werde das Volumen des Vorjahreszeitraumes um fast 75 Prozent übertroffen. Sollten die noch ausstehenden Groß-Transaktionen der TLG und der Woba Dresden (Gagfah) in den kommenden drei Monaten noch zum Abschluss kommen, würde die Grenze von zehn Milliarden Euro laut JLL bei Weitem überschritten. “Insbesondere für ausländische Investoren erscheint der deutsche Wohnungsmarkt nach wie vor äußerst attraktiv, auch wenn die Preise in Teilbereichen schon stark angezogen haben. Auf der Suche nach entsprechenden Renditen sehen sich deshalb immer mehr Investoren veranlasst, auch andere Städte abseits der Big 7 ins Auge zu fassen”, notiert Helge Scheunemann. (bk)

Foto: Shutterstock

 

 

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

LV 1871 erweitert fondsgebundenes Angebot

Moderne Vorsorgelösungen für die ganze Familie: Pünktlich zur DKM 2019 erweitert die Lebensversicherung von 1871 die Produktpalette der fondsgebundenen Rentenversicherungen. „StartKlar“ und „MeinPlan“ werden mit „MeinPlan Kids“ und der „MeinPlan Basisrente“ zur „MeinPlan“ Produktfamilie. Zudem bietet die LV 1871 ab sofort ein neues Nachhaltigkeitsportfolio für alle fondsbasierten Versicherungen an.

mehr ...

Immobilien

Erstes Hotelprojekt von Novum Hospitality bei Barcelona gesichert

Mit der Unterzeichnung des Franchise- und Mietvertrags mit der InterContinental Hotels Group und dem Hamburger Projektentwickler Europa-Center sichert sich Novum Hospitality das erste Hotelprojekt in Spanien.

mehr ...

Investmentfonds

BlackRock Managed Index Portfolios von WWK IntelliProtect

Die WWK Lebensversicherung bietet bei ihren Fondsrenten mit Garantie in allen Schichten ab sofort auch vier ETF-basierte BlackRock Managed Index Portfolios an.

mehr ...

Berater

Nur wenige Banken erhöhen die Gebühren

Trotz schwächelnder Gewinne setzt im Augenblick nur eine Minderheit der Kreditinstitute in Deutschland auf Gebührenerhöhungen. Bei einer Umfrage unter 120 Geldhäusern gaben 16 Prozent an, in diesem Jahr an der Gebührenschraube zu drehen. Das geht aus einer Untersuchung des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

PIM-Insolvenzverwalter auf Goldsuche

Der vorläufige Insolvenzverwalter der PIM Gold GmbH, Rechtsanwalt Dr. Renald Metoja, hat mit der Auswertung der Buchhaltung des Unternehmens begonnen. Daneben geht er einer eigenen Mitteilung zufolge Hinweisen auf den Verbleib weiterer Vermögenswerte nach.

mehr ...

Recht

Financial Modeling für Start-ups: Erfolg bei Finanzierungsrunden

Zu den kritischen Erfolgstreibern bei Start-ups zählen nicht nur bahnbrechende Ideen und innovative Produkte, sondern auch ein solides umfassendes Konzept – der Business Plan. Er wird regelmäßig in einem Finanzmodell in Excel zusammengefasst und insbesondere bei Finanzierungsrunden von den potenziellen Investoren unter die Lupe genommen. Für ein zielführendes Pitch Deck oder für eine erfolgreiche Finanzierungsrunde sollte das Finanzmodell entsprechend der „goldenen Regeln” des Financial Modeling aufgebaut werden.

mehr ...