17. Dezember 2012, 10:42
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Hauspreis-Index: Preise für Bestandshäuser legen weiter zu

Der Europace Hauspreis-Index EPX hat im November erneut zugelegt. Mit einem Anstieg um 0,47 Prozent auf 108,31 Zählerpunkte wird ein neuer Spitzenwert erreicht. Getragen wird dies vor allem durch die Entwicklung bei den bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern.

Haus-index2-shutt 34927417-127x150 in Hauspreis-Index: Preise für Bestandshäuser legen weiter zuDer Teilindex für Bestandshäuser ist demnach noch stärker als im Vormonat um 2,10 Prozent auf 101,99 Zähler angestiegen. Der Wert von neuen Ein- und Zweifamilienhäusern hat mit 0,34 Prozent seinen seit März 2012 anhaltenden Aufwärtstrend fortgesetzt und ist auf die Rekordmarke von 116,84 Zählerpunkten geklettert. Eine gegenläufige Richtung haben die Preise von Eigentumswohnungen eingeschlagen – ihr Teilindex ist um 0,92 Prozent gesunken.

“Deutschland kann sich immer weniger von den Entwicklungen auf europäischer und globaler Ebene abkapseln. Die Euro-Zone ist in die Rezession geschliddert und auch in Deutschland verliert die Wirtschaft an Schwung. Die Aussichten für 2013 sind moderat. Demgegenüber brummt der deutsche Wohnimmobilienmarkt. Die Nachfrage ist ungebrochen hoch und kann trotz steigender Baugenehmigungen kaum gedeckt werden. Immer mehr Menschen setzten zur privaten Altersvorsorge auf das Betongold. Wie im Vormonat ist vor allem die Nachfrage nach bestehende Ein- und Zweifamilienhäusern, die oft günstiger als Neubauten sind, angestiegen. Dies zeigt sich in ihrem starken Preisanstieg”, so die Bewertung der EPX-Ergebnisse durch Hypoport.

Hauspreis-Index-November-20121 in Hauspreis-Index: Preise für Bestandshäuser legen weiter zu

Spitzenreiter in Punkto Wert sind beim EPX nach wie vor neue Ein- und Zweifamilienhäuser (116,84 Zählerpunkte), gefolgt von Eigentumswohnungen (106,10 Zählerpunkte), die jedoch stark schwanken. Das “Schlusslicht” bilden Bestandshäuser (101,99 Zählerpunkte). Während diese Rangfolge seit langem stabil ist, hat sich aber die Nachfragedynamik und somit die Indexentwicklung verlagert.

Am stärksten ist der Preis bestehender Häuser, gefolgt von Neubauhäusern gestiegen. “Schlusslicht” sind hier Eigentumswohnungen. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob Bestandshäuser auch hinsichtlich des Preisniveaus Eigentumswohnungen überholen werden. Die Distanz zwischen zwischen den Teilindizes scheint nicht unüberwindbar.

Der EPX-Gesamtindex ist im November solide um 0,47 Prozent gestiegen und hat mit 108,31 Zählerpunkten einen neuen Höchstwert erreicht. Die Wachstumsdynamik hat sich dabei allerdings mehr als halbiert. Im Vergleich zur Situation vor drei Monaten haben sich die Wohnraumpreise in Deutschland trotz abflauenden Schwungs im Schnitt um 1,10 Prozent verteuert, verglichen mit der Lage vor einem Jahr um 3,24 Prozent. (te)

Foto: Shutterstock, Grafik: Hypoport

 

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