IMX: Angebotspreise für Wohneigentum steigen im Februar weiter

Im Februar sind die Angebotspreise für Wohnimmobilien weiter angestiegen, insbesondere in den deutschen Metropolen. Dort steigen die Kaufpreise inzwischen stärker als die Mietpreise. Das zeigt der aktuelle Immobilienindex IMX von Immobilienscout24.

Michael Kiefer, Immobilienscout 24
Michael Kiefer, Immobilienscout 24

Der Wohnimmobilienboom hält nach Zahlen des Immobilienmarktplatzes weiter an. Laut IMX sind die aktuellen Angebotspreise für Häuser und Wohnungen sind im Februar wieder spürbar angestiegen. So wurden Bestandswohnungen im Februar durchschnittlich 0,6 Prozentpunkte teurer angeboten als im Vormonat. Die Angebotspreise für neu gebaute Wohnungen sind im selben Zeitraum um 1,5 Prozentpunkte gestiegen.

Auch im Bereich der Bestands-Häuser sind die Angebotspreise in diesem Segment in den letzten Monaten leicht gestiegen und erreichen derzeit ein Niveau von 102,8 Prozentpunkten.

„Sind Preise in Metropolen überhitzt?“, fragt Michael Kiefer, Leiter Immobilienbewertung bei Immobilienscout24, in seinem Kommentar zu den Zahlen. „Ein Blick auf die Preisentwicklung in den Großstädten zeigt jedoch, woher das starke Wachstum kommt: Die Metropolen sind ganz klar Treiber des aktuellen Preiswachstums“, relativiert er. Besonders auffällig sei dabei die Bundeshauptstadt Berlin, die zuletzt durch stark steigende Mieten in die Schlagzeilen geraten war. „Inzwischen beobachten wir an der Spree, dass die Kaufpreise derzeit noch stärker steigen als die Mieten. Ein Indiz, dass auch in Berlin das verfügbare Objektangebot immer kleiner wird und die Nachfrage deutlich steigt. Berliner Immobilien stehen momentan bei vielen institutionellen Investoren, aber auch bei privaten Käufern auf der Einkaufsliste“, so Kiefer. In Köln sei ebenfalls derzeit ein starker Anstieg der Angebotspreise zu beobachten. Allein im letzten Monat seien dort die Angebotspreise um beinahe zwei Prozentpunkte angestiegen. „Solch hohe Steigerungsraten kennen Marktbeobachter ansonsten nur aus den Core-Standorten wie München und Hamburg“, weißt der Leiter Immobilienbewertung. Und auch dort zeige die Preiskurve weiterhin deutlich nach oben.

„Wenn jedoch in den Metropolen die Kaufpreise stärker steigen als die Mieten, hat dies Folgen für die Käufer. Sie müssen eine sinkende Mietrendite in Kauf nehmen und auf stabile bis nur noch leicht steigende Preise hoffen. Ob die Märkte tatsächlich schon überhitzt sind, werden die nächsten Monate zeigen. Die Erfahrungen aus Hamburg und München lassen jedoch vermuten, dass die Preisobergrenzen auch dort noch nicht erreicht sind“, kommentiert Kiefer.

Seite 2: Die Ergebnisse im Detail

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