Positive Prognose für deutsche Büromärkte

Bis zum Ende des Jahres 2013 werden an den fünf großen deutschen Bürostandorten die Spitzenmieten steigen und die Leerstandsraten sinken. Das zeigt eine aktuelle Studie der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung (Gif) in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). 

Büromarkt-Frankfurt-DeutschlandUnter den im Rahmen der aktuellen Umfrage betrachteten „Big Five“ Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München schneidet die Hauptstadt am besten ab – wie bereits in der Befragung vom September 2011. Mit Blick bis zum Jahresende 2013 erwarten die befragten Immobilienmarktexperten, dass die Leerstandsrate in der Hauptstadt um 0,5 Prozentpunkte auf rund 7,5 Prozent sinken und die Spitzenmiete um circa vier Prozent auf rund 22,50 Euro pro Quadratmeter ansteigen wird.

In München wird den Umfrageteilnehmern zufolge die niedrigste Spitzenrendite bei Büroimmobilien erzielt. Diese wird bis zum Ende des kommenden Jahres weitgehend unverändert auf einem Niveau von rund 4,75 Prozent rangieren, so die Erwartungen. Im Gegensatz dazu prognostizieren die befragten Experten für die anderen vier Standorte ein Ende der Renditerückgänge und ein leichtes Ansteigen der Spitzenrendite im Verlauf des Jahres 2013.

Die Mehrheit der befragten Immobilienmarktexperten erwartet in Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt allerdings nur geringfügige Veränderungen bei der Spitzenmiete und den realisierbaren Renditen. Zusammengefasst ergibt sich das Bild von stabilen Märkten, in denen sich die Immobilienwerte nur wenig bewegen.

„Insgesamt fällt auf, dass sich die Experten zum Jahresanfang weitgehend einig sind“ so Professor Dr. Felix Schindler vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). „Schon bei den vorangegangenen Befragungen wies die Mehrheit der Prognosen in die gleiche Richtung. Diesmal hat sich das Bild noch weiter verdichtet.“

„Auffällig ist auch, dass die Prognosen für 2012 im Vergleich mit den Ergebnissen der letzten Umfrage merklich nach unten korrigiert wurden. Offensichtlich erwarten die Immobilienmarktprognostiker, dass die wirtschaftliche Abschwächung in Europa, die seit Mitte 2011 deutlich wurde, auch an dem deutlichen Büroimmobilienmarkt nicht spurlos vorbeigehen kann,“ kommentiert Dr. Jaroslaw Morawski (Rreef).

Hintergrund: Die Befragung wird halbjährlich von dem Gif-Arbeitskreis „Immobilienmarkt-Research“ unter Immobilienmarktprognostikern in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) durchgeführt. (te)

Foto: Shutterstock

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