Anzeige
2. April 2013, 15:49
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutscher Büromarkt: Verhaltenes erstes Quartal 2013

Der deutsche Büromarkt ist nach Angaben von BNP Paribas Real Estate schwächer in das Jahr 2013 gestartet als im Vorjahr. Deutliche Rückgänge verzeichneten im ersten Quartal Berlin, Frankfurt und Köln, während der Umsatz an anderen Standorten spürbar zulegte.

Büromarkt DeutschlandKnapp 600.000 Quadratmeter Bürofläche wurden laut BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) an den acht wichtigsten deutschen Bürostandorten Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig und München im ersten Quartal 2013 umgesetzt. Damit liege das Ergebnis rund sieben Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert.

“Der Jahresstart der Büromärkte fiel 2013 erwartungsgemäß etwas verhalten aus. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im letzten Quartal 2012 sowie der relativ moderaten Wachstumsprognosen für das erste Halbjahr 2013 stellt dies aber keine Überraschung dar”, erläutert Piotr Bienkowski, Vorsitzender der Geschäftsführung von BNP Paribas Real Estate Deutschland. “Mit 598.000 Quadratmetern Flächenumsatz bleibt das Ergebnis zwar um sieben Prozent hinter dem ersten Quartal 2012 zurück, liegt aber trotzdem im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Gerade im kurzen Betrachtungszeitraum des ersten Quartals schlagen sich einzelne Großabschlüsse überproportional im Ergebnis nieder, was auch die sehr unterschiedliche Entwicklung in den einzelnen Städten erklärt. Deutlichen Rückgängen wie in Berlin, Frankfurt oder Köln stehen spürbare Umsatzzuwächse an anderen Standorten wie Hamburg, München oder Essen entgegen. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist dieser Effekt zu berücksichtigen”, betont Bienkowski.

Starke Nachfrage in München, Hamburg und Essen

An erster Stelle liegt laut BNP Paribas München mit einem Flächenumsatz von 154.000 Quadratmetern (plus 19 Prozent), gefolgt von Hamburg mit 108.000 Quadratmetern (plus 27 Prozent). Auch Düsseldorf konnte demnach das Ergebnis mit 72.000 Quadratmetern (plus drei Prozent) steigern, genauso wie Essen (45.000 Quadratmeter), wo die mit Abstand stärkste Zunahme (plus 181 Prozent) verzeichnet worden sei. Dagegen mussten laut BNP Paribas vor allem Berlin mit 87.000 Quadratmetern (minus 20 Prozent), Frankfurt mit 57.000 Quadratmetern (minus 58 Prozent) und Köln mit ebenfalls 57.000 Quadratmetern (minus 22 Prozent) einen schwachen Jahresstart hinnehmen. Verantwortlich hierfür seien vor allem bislang noch fehlende Großabschlüsse. In Berlin sei im ersten Quartal noch kein Vertrag über 5.000 Quadratmeter registriert worden und in Frankfurt fehlten noch Großabschlüsse über 10.000 Quadratmeter. Mit 18.000 Quadratmetern ist der Umsatz laut BNP Paribas auch in Leipzig um rund ein Drittel gesunken.

Leerstände weiter rückläufig

Die Leerstände haben sich laut BNP Paribas in den letzten zwölf Monaten weiter abgebaut und liegen über alle Standorte verteilt bei knapp 7,42 Millionen Quadratmetern, was einem Rückgang um fast neun Prozent entspricht. Besonders deutlich sei diese Entwicklung in Berlin (minus 20 Prozent), Leipzig (minus 13 Prozent), München (minus zehn Prozent) und Köln (minus acht Prozent) ausgefallen. Erwartungsgemäß haben sich laut BNP Paribas die modernen Leerstandsflächen noch stärker verringert. Mit gut 2,26 Millionen Quadratmetern lägen sie fast 14 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert und erreichten nur noch einen Anteil von knapp 31 Prozent am gesamten Leerstandsvolumen.

Spitzenmieten im Jahresvergleich gestiegen

Verglichen mit dem ersten Quartal 2012 haben die Spitzenmieten laut BNP Paribas an fünf der acht einbezogenen Standorte zugelegt. Besonders deutlich sei der Anstieg in Düsseldorf mit gut acht Prozent ausgefallen. Aber auch in Frankfurt und Leipzig (jeweils plus vier Prozent) sowie in Hamburg und Essen mit plus zwei Prozent sei eine positive Entwicklung zu beobachten.

“Trotz des noch etwas verhaltenen Jahresauftakts und des nicht ganz störungsfreien gesamtwirtschaftlichen Umfelds deutet bislang noch nichts darauf hin, dass eine spürbare Abkühlung auf den Vermietungsmärkten zu erwarten ist. Mit einer Belebung der Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte dürften auch die Flächenumsätze wieder anziehen. Für das Gesamtjahr 2013 ist deshalb voraussichtlich von einem Ergebnis auszugehen, das sich in etwa auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten zehn Jahre bewegen dürfte”, erwartet Bienkowski. „Gleichzeitig wird sich der Leerstandsabbau fortsetzen, wenn auch mit etwas verminderter Geschwindigkeit und vor allem im Marktsegment der Büroflächen mit moderner Ausstattungsqualität.“ (bk)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...