19. März 2013, 08:56
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Cross-Border-Investoren haben Europa wieder im Visier

Internationale Cross-Border-Investoren haben Europa wieder stärker im Fokus, so eine aktuelle Analyse des europäischen Investmentmarkts durch den Immobiliendienstleister Savills Demnach dürfte sich dieser Käufertyp auch 2013 als der wichtigste Motor des Marktes herausstellen. 

Europa-symbole-shutt 81693325 in Cross-Border-Investoren haben Europa wieder im VisierSavills zufolge haben ausländische Investoren ihre Präsenz vor allem in Großbritannien (von 35 auf 46 Prozent im Zeitraum 2011 bis 2012), Deutschland (von 35 auf 47 Prozent), Polen (von 90 auf 96 Prozent) und Frankreich (von 42 auf 45 Prozent) ausgebaut, obgleich auch ein gestiegenes Interesse an Europa insgesamt zu verzeichnen ist.

Das Interesse an Europa ist nicht demnach nur auf Käufer aus Europa selbst begrenzt, sondern auch Investoren aus Asien, dem Nahen Osten und den USA haben ihr Anforderungsprofil erweitert. Besonders erwähnenswerte neue Marktakteure sind unter anderem der lateinamerikanische Fonds Carso, der Ende 2012 erste Investitionen in Spanien tätigte und der staatliche Ölfonds aus Aserbaidschan, der in den französischen Markt eingestiegen ist. Darüber hinaus war das Jahr 2012 von einem signifikanten Anstieg der Investitionstätigkeit seitens Staatsfonds aus Norwegen, dem Nahen Osten und Asien gekennzeichnet, was zu größeren Deals sowie einem Anstieg der Portfoliotransaktionen führte.

Marcus Lemli, Head of Investment Europe und CEO Deutschland Savills, kommentiert: “Dieses neu erstarkte Interesse europäischer Cross-Border-Investoren wie auch internationaler Investoren an den europäischen Märkten ist ein äußerst positives Signal. Diese Investorentypen verhalten sich zwar überwiegend risikoavers, aber wir beobachten auch Interesse seitens opportunistischer Fonds sowohl an den Kernmärkten als auch an den peripheren Märkten und gehen davon aus, dass dieser Trend 2013 anhält.”

Der Analyse von Savills Research zufolge zeigt sich der europäische Investmentmarkt weiterhin polarisiert. So zeichneten Großbritannien, Deutschland und Frankreich im vergangenen Jahr für 74 Prozent des Gesamttransaktionsvolumens (der 13 analysierten Länder Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Schweden, Spanien, UK) verantwortlich, das mit 116,9 Milliarden Euro ein Plus von 10,3 Prozent gegenüber 2011 verzeichnete. Dabei konzentrierte sich das Investoreninteresse nicht nur auf diese drei Länder, sondern die Aufmerksamkeit richtete sich zunehmend auf einige wenige Städte. 50 Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens entfiel auf die Städte London, Paris, Berlin, München, Frankfurt und Stockholm, wobei London alleine für 23 Prozent verantwortlich zeichnete.

In seiner Analyse stellt Savills ferner eine Portfoliodiversifizierung fest, da die Käufer aufgrund des Mangels an hochwertigen Produkten dazu neigen, alternative Assetklassen zu prüfen. Insbesondere Mehrfamilienhäuser und Entwicklungsgrundstücke sowie studentische Wohnanlagen verzeichneten vermehrtes Interesse. Das Unternehmen stellt jedoch ebenfalls Kennzahlen von Real Capital Analytics dar, nach denen Büroimmobilien mit einem Anteil von 54 Prozent am europäischen Gesamtinvestitionsvolumen auch 2012 das eindeutig favorisierte Produkt waren. Dahinter folgt das Einzelhandelssegment mit einem Anteil von 28 Prozent.

Lydia Brissy, Director European Research bei Savills geht davon aus, “dass sich das Konjunkturklima in Europa schrittweise erholt, was zu einem besseren Marktgleichgewicht führen wird, in dem sich die Investitionstätigkeit geographisch gleichmäßiger verteilt, da auch Peripherieländer interessanter werden.” (te)

Foto: shutterstock.com

 

 

 

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