Deutsche Annington: Börsengang im zweiten Anlauf

Nach einem abgesagten ersten Anlauf in der vergangenen Woche hat die Deutsche Annington ihren Börsengang nun vollzogen. Allerdings fällt der Erlös geringer aus als ursprünglich geplant.

Die Deutsche Annington Immobilien SE teilte am 9. Juli insgesamt 34,85 Millionen Aktien zu. Die neuen und bestehenden Aktien seien institutionellen Anlegern im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens innerhalb einer Preisspanne von EUR 16,50 bis 17,00 Euro angeboten worden.

Dies stieß auf Zustimmung bei den Anlegern: Das Platzierungsvolumen sei deutlich überzeichnet gewesen. Die Erstnotiz im regulierten Markt der Frankfurter Börse ist für den 11. Juli geplant.

Insgesamt wurden nach Unternehmensangaben 34,85 Millionen Aktien, darunter 24,24 Millionen neue Aktien aus Kapitalerhöhungen, 6,06 Millionen Aktien aus dem Bestand des Verkaufenden Aktionärs und 4,55 Millionen als Mehrzuteilungsreserve (Greenshoe-Option) angeboten.

Damit liegt das Platzierungsvolumen des Börsengangs bei vollständiger Ausübung der Greenshoe-Option bei rund 575 Millionen Euro und ist deutlich geringer, als im ersten Anlauf angestrebt.

Abgespecktes Platzierungsvolumen

Ursprünglich hatte der Haupteigentümer, der britische Finanzinvestor Terra Firma, einen Börsengang mit rund 57 Millionen Aktien und einem Bruttoerlös von rund 1,2 Milliarden Euro geplant. Dieser wurde in der vergangenen Woche jedoch abgesagt, da es zur angebotenen Preisspanne von 18 bis 21 Euro pro Aktie zu wenig Interessenten gab.

Der Deutschen Annington selbst fließt aus dem nun erfolgten Börsengang den Angaben zufolge ein Bruttoerlös von rund 400 Millionen Euro zu, was einem Nettoemissionserlös von rund 378 Millionen Euro entspreche.

Der Streubesitz (Free Float) liege nach dem Börsengang bei rund 15,5 Prozent der Gesamtanzahl der Aktien der Deutsche Annington. Damit erreicht das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von insgesamt 3,7 Milliarden Euro. Am 11. Juli 2013 sollen die Aktien der Deutschen Annington erstmals im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Tickersymbol ANN gehandelt werden. (bk)

Foto: Shutterstock

 

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