Dr. Klein: Zweistelliges Wachstum

Wie der Mutterkonzern Hypoport mitteilt, hat der Lübecker Allfinanzdienstleister sowohl beim Transaktionsvolumen als auch in der Berater- und Filialanzahl im vergangenen Jahr zugelegt und dadurch wesentlich zum Wachstum des Geschäftsbereichs Privatkunden der Hypoport beigetragen. Nur die Versicherungssparte ist demnach geschrumpft.

 

Demnach ist die Privatkundensparte des Finanzdienstleisters 2012 deutlich zweistellig gewachsen. So habe sich die Beraterzahl um 18 Prozent auf aktuell 759 Berater (2011: 643) erhöht. Zeitgleich ist demnach die Anzahl der Filialen um 16 Prozent auf aktuell 206 Niederlassungen gestiegen.

Zweistelliges Wachstum bei Finanzierungen

Das bundesweite Berater- und Filialwachstum spiegelt sich dem Unternehmen zufolge auch in den verschiedenen Transaktionsvolumina wider. So habe sich das Transaktionsvolumen Finanzierungen um 19 Prozent auf 4,59 Milliarden Euro aus (2011: 3,86 Milliarden Euro) erhöht.

Für den Rückgang im Versicherungssektor macht Dr. Klein das „schwierige Marktumfeld“ verantwortlich, dem man sich nicht vollumfänglich habe entziehen können. Aufgrund des zinsbedingten und regulatorischen Herausforderungen des Versicherungsmarktes, liege das Transaktionsvolumen für Versicherungen mit 23,8 Millionen Euro 13 Prozent unter dem Vorjahresniveau (2011: 27,5 Millionen Euro).

2012: Jahr der Finanzierungsprodukte

Durch das starke Beraterwachstum habe sich der Finanzdienstleister jedoch trotz der negativen Entwicklung des Versicherungsmarktes für die Zukunft gut aufstellen können. Das niedrige Zinsniveau habe 2012 zu höchst attraktiven Finanzierungsbedingungen geführt, so der Finanzdienstleister.

Das Transaktionsvolumen für Immobilienfinanzierungen verzeichnete demnach mit 4,17 Milliarden Euro ein Wachstum von 20,5 Prozent (2011: 3,46 Milliarden Euro). Das Transaktionsvolumen für Bausparen habe im selben Zeitraum sogar um 42,7 Prozent auf 104 Millionen Euro zu (2011: 73,1 Millionen Euro) zugelegt. Das Transaktionsvolumen für Ratenkredite entwickelte sich Dr. Klein zufolge mit 311,7 Millionen Euro stabil (2011: 319,8 Millionen Euro).

Regulierungen und niedrige Zinsen belasten den Versicherungsmarkt

Das Transaktionsvolumen im Bereich der Krankenversicherungen sei aufgrund der eingeführten Provisionsdeckelung und der verlängerten Stornohaftung um 47,9 Prozent auf 7,3 Millionen Euro (2011: 14,1 Millionen Euro) gesunken, so der Finanzdienstleister. Das Transaktionsvolumen für Lebensversicherungen und Geldanlagen konnte demnach trotz der „schwierigen Marktbedingungen“ um 15,2 Prozent auf 13,3 Millionrn Euro gesteigert werden (2011: 11,5 Millionen Euro).

Der kleinste Produktbereich, die Sachversicherungen, entwickelte sich mit einem Plus von 70,8 Prozent auf 3,2 Millionen Euro „sehr positiv“ (2011: 1,9 Millionen Euro), so der Finanzdienstleister. Der verwaltete Gesamtbestand erhöhte sich demnach mit 73 Milliarden Euro gegenüber dem Vorquartal um 0,83 Prozent (Q3/2012: 72,4 Milliarden Euro). (jb)

 

Foto: Shutterstock

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