19. November 2013, 11:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche wollen in den eigenen vier Wänden alt werden

Lediglich 15 Prozent der Bundesbürger haben ihre Häuser oder ihre Wohnungen altersgerecht ausgestaltet und 14 Prozent planen einen seniorengerechten Umbau, sofern sie sich ihn leisten können, so die Studie. Für entsprechende Baumaßnahmen sind die Befragten demnach durchaus bereit, auch höhere Summen zu investieren.

23 Prozent der Deutschen würden laut der Studie dafür zwischen 5.000 bis zu 10.000 Euro ausgeben, 27 Prozent der Befragten sogar zwischen 10.000 bis zu 20.000 Euro. Selbst in der Generation über 60 sei die Bereitschaft für Umbaumaßnahmen noch erstaunlich hoch: Gut ein Drittel (37 Prozent) plane Investitionen zwischen 5.000 und 10.000 Euro, 21 Prozent sogar bis zu 20.000 Euro.

Jedem zehnten Bundesbürger ist der altersgerechte Umbau demnach sogar mehr als 30.000 Euro wert, bei den über 60-Jährigen sind es noch acht Prozent.  42 Prozent der Deutschen halten einen altersgerechten Umbau der eigenen vier Wände allerdings für nicht notwendig, so die Studie. 23 Prozent bevorzugen statt eines Umbaus den Umzug in eine seniorengerechte Wohnung/Haus, und 15 Prozent geben an, dass ihnen die Mittel für einen Umbau fehlen.

Selbstbestimmtes Leben im Alter gewünscht

“Die Umfrage bestätigt, dass die Bundesbürger im Alter selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden wohnen wollen”, sagt Günter Schönfeld, Geschäftsführer der Wüstenrot Immobilien. “Voraussetzung dafür ist eine rechtzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema altersgerechtes Wohnen und die entsprechende Umsetzung nötiger Vorsorgemaßnahmen, wie etwa finanzielle Absicherung oder ein barrierefreier Umbau.”

Der Nachfragedruck für barrierefreies Wohnen werde in den nächsten Jahrzehnten durch die Alterung und Abnahme der Bevölkerung zunehmen. Wer diese Anforderungen nicht erfüllen könne, habe bei Verkauf und Vermietung schlechtere Karten, so Schönfeld weiter. Er fordert daher mehr Aufklärung, eine verstärkte Förderung und die Bereitschaft zur Eigeninitiative.

Für die repräsentative Umfrage hat das Marktforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag der Wüstenrot und Württembergische-Gruppe im Zeitraum 24. bis 26. Oktober 2013 insgesamt 933 Personen in Deutschland telefonisch befragt. (jb)

 

Foto: Shutterstock

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Rentner bekommen ab nächstem Monat mehr Geld

Die rund 21 Millionen Rentner in Deutschland bekommen ab Juli mehr Geld. Der Bundesrat hat am Freitag in Berlin der entsprechenden Verordnung der Bundesregierung zugestimmt. Demnach steigen im Zuge der jährlichen Rentenanpassung die Bezüge im Osten um 4,2 und im Westen um 3,45 Prozent. Die Ost-Renten nähern sich damit weiter den West-Bezügen an.

mehr ...

Immobilien

Marc Drießen wird Aufsichtsrat bei Corestate

Der Immobilien und Investment Manager Corestate Capital Holding S.A. hat auf seiner Online-Hauptversammlung wie angekündigt den Aufsichtsrat neu besetzt. Eines der neuen Mitglieder ist ein langjährig bekanntes Gesicht aus der Sachwertbranche. Außerdem: Die Dividende fällt aus.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Wirtschaft holt nach tiefer Rezession wieder auf

Nach der tiefen Rezession im zweiten Quartal dieses Jahres wird sich die deutsche Wirtschaft gemäß den aktuellen Bundesbank-Projektionen wieder erholen. Wie weit es runter geht und wann die Erholung in welchem Umfang wieder einsetzt.

mehr ...

Berater

Neues STO: Mit der Blockchain nach Mallorca

Die Palmtrip GmbH aus Rabenau (bei Gießen) hat die Billigung für eine tokenbasierte Schuldverschreibung von der Finanzaufsicht (BaFin) erhalten, also für ein digitales Wertpapier. Auch rechtlich betritt das Unternehmen mit den “Palm Token” Neuland – und hat dabei einen prominenten Berater.

mehr ...

Sachwertanlagen

Gezeitenkraft-Vermögensanlage von Reconcept platziert

Die als operative KG-Beteiligung konzipierte Vermögensanlage “RE13 Meeresenergie Bay of Fundy” der Reconcept aus Hamburg hat das angestrebte Platzierungsvolumen erreicht und wurde für weitere Investoren geschlossen. Das Geld fließt in schwimmende Gezeitenkraftwerke vor der Küste Kanadas.

mehr ...

Recht

Corona-Krise treibt Nachfrage nach telefonischer Rechtsberatung in die Höhe

Noch nie haben sich so viele Kunden innerhalb kürzester Zeit bei Rechtsfragen an ihren Rechtsschutzversicherer gewandt, wie in den Wochen der Corona-Krise. Im März und April konnte Versicherten in knapp 285.000 anwaltlichen Telefonberatungen geholfen werden. In normalen Monaten sind es etwa 115.000. Das zeigt eine Sonderauswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...