Anzeige
22. Oktober 2013, 12:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

GdW: Mietpreisbremse verhindert Neubau

Der GdW Bundesverband deutscher Wohungs- und Immobilienunternehmen fordert die Möglichkeit von Mietsteigerungen, um das Wohnungsproblem in Ballungszentren zu beseitigen.

Gedaschko-GdW in GdW: Mietpreisbremse verhindert Neubau

GdW-Chef Axel Gedaschko: “Wohnbauförderung für die Einkommens-Mitte.”

“Wohnungsneubau ist das einzige probate Mittel, um dem Nachfrage-Boom in den deutschen Ballungsräumen und dadurch steigenden Mieten entgegenzuwirken”, erklärte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, zum neuesten Monatsbericht der Bundesbank. Dort heißt es: “Die Begrenzung von Mietsteigerungen ist kontraproduktiv.”

Genau das kritisiert die Wohnungswirtschaft bereits seit Monaten. “Eine Mietpreisbremse, wie sie aktuell von allen im neuen Bundestag vertretenen Parteien ins Auge gefasst wird, führt im Endeffekt genau zu der Situation, die sie eigentlich verhindern soll: Die Unternehmen werden weniger in neuen Wohnraum investieren können, wodurch die Mieten weiter ansteigen. Die Situation, die verändert werden soll, wird dadurch sogar noch verstetigt”, so der GdW-Chef.

Wohnbauaktivitäten nicht ausreichend

Dass in der ersten Jahreshälfte 2013 Baugenehmigungen für 115.000 neue Wohnungen erteilt wurden, deute zwar auf eine weitere spürbare Steigerung der Wohnbauaktivitäten hin, stellt die Bundesbank in ihrem Bericht fest. Die daraus resultierende Angebotsausweitung werde aber nicht ausreichen, um die erwartete zusätzliche Nachfrage nach Wohnraum insbesondere angesichts der nach wie vor kräftigen Zuwanderung zu befriedigen.

“Ein Missverhältnis zulasten des Angebots existiert vor allem bei Geschosswohnungen”, so die Bundesbank. Der Neubau von Mehrfamilienhäusern könne nur dann angekurbelt werden, “wenn Investoren in der Vermietung von Wohnraum genug Renditepotenzial erkennen”, heißt es in dem Monatsbericht.

Bündel von Maßnahmen notwendig

“Neubau muss sich letztlich für Mieter und Vermieter rechnen”, erklärte der GdW-Chef. Dazu sei ein Bündel von Maßnahmen notwendig: Die Länder müssten die Mittel für die soziale Wohnraumförderung unbedingt zweckgebunden einsetzen.

Zudem sei eine “Wohnbauförderung für die Einkommens-Mitte” notwendig. “Der Bund muss zudem die steuerlichen Rahmenbedingungen für den Neubau verbessern – etwa durch eine Anpassung der Abschreibungssätze von 2 auf 4 Prozent”, so Gedaschko.

Die Länder-Förderprogramme müssten vereinfacht und stärker regionalisiert werden, auf kommunaler Ebene müsste es schnellere Genehmigungs- und Planungsverfahren geben und die Kommunen müssten städtische Flächen verstärkt nach Konzeptqualität – nicht allein nach Höchstpreisen – vergeben. Nicht zuletzt müssten in Ballungsgebieten auch höhere Baudichten in Betracht kommen. (fm)

Foto: GdW

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...