Anzeige
Anzeige
7. Mai 2013, 13:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienbranche: Nachhaltigkeit wird wichtiger

Deutsche und europäische Immobilienunternehmen setzen zunehmend auf das Thema Nachhaltigkeit, so eine Studie der IVG Immobilien AG. Der Grund dafür liege auch in ökonomischen Überlegungen.

Studie IVG Immobilien AGDemnach ist die Nachhaltigkeitsbewegung in der europäischen Immobilienwirtschaft in den Unternehmen auch im operativen Alltagsgeschäft angekommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der IVG unter 176 Immobiliengesellschaften (Rücklaufquote 13,6 Prozent).

“Nachhaltigkeit entwickelt sich von der oberflächlichen Betrachtung als Marketingtool hin zu einem integrierten Bestandteil der Unternehmensstrategie”, sagt 
Dr. Thomas Beyerle, Head of Corporate Sustainability & Research der IVG Immobilien AG. Allerdings gelte diese Aussage nur für die “Avantgarde” unter den europäischen Unternehmen.

Demnach verfügen 54 Prozent der Umfrageteilnehmer über eine eigenständige Abteilung oder Person für das Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen. Während in Nordeuropa und den BeNeLux-Ländern alle Teilnehmer der Umfrage Personal für das Thema Nachhaltigkeit beschäftigen würden, treffe dies in Deutschland nur für jedes vierte Unternehmen zu. Diese Unternehmen veröffentlichen regelmäßig Nachhaltigkeitsberichte und bieten diverse nachhaltige Immobilienprodukte an.

Ökonomische Dimension genießt höchste Priorität

Zunehmend an Bedeutung gewinnen nach Aussage der Studie ökonomische und finanzielle Aspekte. “Nachhaltigkeit ist kein Selbstzweck. Unternehmen versprechen sich davon Vorteile im Wettbewerb”, erklärt Beyerle. So hätten 63 Prozent der befragten Unternehmen Nachhaltigkeit damit verbunden, finanzielle Einsparungen erzielen zu können. Weitere Gründe seien der Druck des Kapitalmarktes (58 Prozent) sowie die Anliegen der Kunden (42 Prozent). Bei einer Beurteilung der verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit habe die ökonomische Dimension für 67 Prozent der Befragten höchste Priorität, die ökologische Dimension erreiche in dieser Kategorie 38 Prozent.

“Green Lease” gewinnt an Bedeutung

Zukünftig habe für 83 Prozent der befragten Unternehmen die Implementierung des Carbon Footprints hohe Priorität, so die Untersuchung. “Die europäische Immobilienwirtschaft scheint somit hinsichtlich der Kohlendioxid- und der Treibhausgasemissionen, die mit der Nutzung und dem Bau von Immobilien zusammenhängen, stark sensibilisiert zu sein”, so Beyerle. Zunehmend an Bedeutung gewinne in diesem Zusammenhang das Thema “Green Lease”, also Mietverträge mit nachhaltigen Nutzungsklauseln (für 61 Prozent der Befragten sehr wichtig oder wichtig). Zwar hätten nur rund 17 Prozent der befragten Unternehmen selbst Green Leases abgeschlossen, doch ein weiteres Viertel plane das Angebot für die Zukunft.

Beyerle bemängelt allerdings, dass auf der Kostenseite bei nachhaltigen Investitionen in Gebäude zwar eine hohe Transparenz herrsche, die dadurch erzielbaren Erträge aber oftmals nicht quantifiziert würden. Eine Baustelle blieben zudem Benchmarking-Systeme: 30 Prozent der Unternehmen hätten die Benchmarking-Organisationen hinsichtlich ihrer Anzahl und Transparenz als “unklar” beurteilt, rund 22 Prozent sogar als “verwirrend”. “Der mäßige Zuspruch der Immobilienunternehmen für die bestehenden Benchmarking-Systeme ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass sich viele Unternehmen aufgrund der Vielzahl verloren vorkommen”, erläutert Beyerle. (bk)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

ÖPPs sollen für bessere Einkommensabsicherung sorgen

Öffentlich-private Partnerschaften (“Public-private-Partnership”) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen können der entscheidende Lösungsansatz sein, um Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...