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9. Oktober 2013, 09:32
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Wohnimmobilienmärkte profitieren von Risikoscheu und Niedrigzinspolitik

Das Interesse institutioneller Investoren an Wohnimmobilien nimmt in Europa weiter zu, geht aus dem fünften Wohnungsmarktbericht Europa der Patrizia Immobilien AG hervor.

Cieleback1 in Wohnimmobilienmärkte profitieren von Risikoscheu und Niedrigzinspolitik

Marcus Cieleback, Patrizia

Demnach hat sich das Transaktionsvolumen im Jahresvergleich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 34 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro erhöht. Dabei war vor allem Deutschland als „sicherer Hafen“ ein begehrtes Investmentziel.

„Die Staatschuldenkrise und die lang anhaltende Unsicherheit über die Zukunft des Euroraums haben bei vielen Investoren und Privatanlegern die Risikoaversion verstärkt“, sagt Dr. Marcus Cieleback, Group Head of Research bei Patrizia.

Mangel an renditestarken Alternativen

Zudem trage der Mangel an renditestarken Alternativen am Kapitalmarkt zur hohen Nachfrage nach Wohnimmobilieninvestments bei. Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank bewirke, dass viele konservative Anlageformen inflationsbereinigt nur noch geringe Renditen erwirtschaften.

Hohe Renditen bei überschaubarem Risiko

„In diesem Umfeld bieten Wohnimmobilien vergleichsweise hohe Renditen bei gleichzeitig überschaubarem Risiko“, sagt Cieleback.

Deutschland, Österreich und Finnland waren in den vergangenen zwölf Jahren die Märkte mit den geringsten Investmentrisiken. Zugleich ist die Gesamtrendite in den vergangenen drei Jahren um 100 Basispunkte gestiegen, in den anderen europäischen Ländern sind diese gesunken, geht aus dem Report hervor

Altersstruktur beeinflusst Wohnungsmarkt

Neben dem Bevölkerungswachstum eines Landes bestimmt auch der Anteil der Menschen über 65 Jahren den Wohnungsmarkt. Diese kaufen im Durchschnitt weniger Wohnungen als Jüngere. So stiegen die Hauspreise seit dem Jahr 2000 langsamer an, wenn in den Ländern ebenfalls der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung zunahm.

In Deutschland wurden die Häuser im Durchschnitt nur um sieben Prozent teurer seit 2000, gleichzeitig ist hier in diesem Zeitraum das Verhältnis von alten zu jungen Menschen am schnellsten in Europa gestiegen.

Bautätigkeit kehrt europaweit zur Normalität zurück

Sechs Jahre nach Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise sind die Auswirkungen auf die europäischen Immobilienmärkte noch erkennbar, schwächen sich aber ab.

Die Bautätigkeit kehrt in den meisten Ländern wieder zur Normalität zurück und zeigt eine stabile Entwicklung. Dies deutet darauf hin, dass die Bautätigkeit der zusätzlichen jährlichen Nachfrage nach Wohnungen entspricht.

Steigende Aktivität internationaler Investoren

Das anhaltend hohe Interesse institutioneller Investoren an Wohnimmobilien erhöht das Transaktionsvolumen. Insbesondere grenzüberschreitende Investitionen haben in den vergangenen zwölf Monaten zugenommen. (mh)

Foto: Patrizia

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