Anzeige
14. Februar 2013, 08:48
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

EPX-Index: Preiswachstum bei Wohnimmobilien legt Pause ein

Während derzeit in der Regel Preissteigerungen bei Wohnimmobilien konstatiert werden, weist der Europace Hauspreis-Index EPX für Januar 2013 ein Absinken des Preisniveaus aus.

Wohnimmobilienpreise

Entgegen vieler positiver Prognosen sei der Index und damit das Niveau der Wohnimmobilienpreise im Januar um minus 0,78 Prozent auf 108,65 Indexpunkte gesunken, so die Europace AG, Berlin. Der Rückgang basiere vor allem auf der Entwicklung im Bereich Eigentumswohnungen. Ihr Teilindex sei nach einem kräftigen Anstieg im Dezember 2012 um 1,63 Prozent zurückgegangen.

Erstmals seit Ende 2009 sei damit die Preisentwicklung von Eigentumswohnungen auf Jahressicht negativ: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seien Wohnungen auf Bundesebene im Januar 0,72 Prozent günstiger gewesen.

Auch die Preisentwicklung für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser habe im Januar 2013 nachgelassen. Im Anschluss an drei kräftige Aufstiegsbewegungen sei der Teilindex um 0,96 Prozent zurückgegangen. Neubauhäuser verbuchten laut Europace als einzige Segmentart einen leichten Zuwachs um 0,16 Prozent auf 117,27 Zählerpunkte.

Auf Jahressicht haben sich Bestandshäuser laut Europace trotz des aktuellen Rückgangs jedoch um 7,39 Prozent verteuert. Neugebaute Ein- und Zweifamilienhäuser hätten im gleichen Zeitraum einen Preiszuwachs von 3,85 Prozent verzeichnet.

Ende des Höhenflugs der Wohnimmobilienpreise?

“Der verhaltene Jahresstart wirft die Frage auf, ob der Wohnimmobilienmarkt das Ende des Booms erreicht oder die Preisentwicklung nur eine Pause einlegt”, so die Analyse. Die Entwicklung des EPX-Gesamtindex sei im Januar im Vergleich zum Vormonat zwar stark zurückgegangen, verzeichne auf Jahressicht dennoch einen Anstieg von 3,37 Prozent. Insofern würden sich die Wohnimmobilienpreise nach wie vor auf einem hohen Niveau befinden.

Der aktuelle Trend zeige aber zugleich, dass die Eurokrise noch nicht ausgestanden ist und sich Deutschland davon nicht völlig abkoppeln könne. Impulse auf den deutschen Wohnimmobilienmarkt gingen zudem im Umfeld der Bundestagswahl von der Politik aus. Maßnahmen gegen Wohnungsverknappung und für bezahlbaren Wohnraum sowie die Wiedereinführung der Eigenheimzulage seien in der Diskussion und könnten die weitere Entwicklung beeinflussen. (bk)

Foto: Shutterstock

 

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Vermittler als Auslaufmodell? Virtuelle Assistenten und Robo Advisor auf dem Vormarsch

Kaum eine Branche steht durch die Digitalisierung vor so einschneidenden Veränderungen wie die Assekuranz. Auch der Versicherungsvertrieb wird sich dadurch massiv verändern, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Softwareherstellers Adcubum zusammen mit den Versicherungsforen Leipzig.

mehr ...

Immobilien

Raus aus der Stadt: Immobilienkäufer suchen verstärkt im Umland

In den deutschen Metropolen ist bezahlbarer Wohnraum immer schwieriger zu finden. Immer mehr Immobilienkäufer weichen daher nach einer Analyse von Immowelt in die Speckgürtel aus, da dort die Preise noch niedriger sind. Am stärksten zeige sich diese Entwicklung in Berlin, Stuttgart und Frankfurt.

mehr ...

Investmentfonds

Die Kosten des Betrugs

US-Präsident Donald Trump will weniger Regulierung, aber dafür drastischere Strafen für Betrüger. Wie so oft waren seine Twitter-Follower die ersten, die davon erfahren haben. Die Folgen dieses Vorhabens bekommt unter anderem Warren Buffett zu spüren.

mehr ...

Berater

Die Zukunft der Provisionen unter MiFID II

Eigentlich ist die Richtlinie längst in deutsches Recht umgesetzt worden und von den Betroffenen zu beachten. Die Umsetzung erfolgte durch das 2. Finanzmarktnovellierungsgesetz, das seit dem 03.01.2018 gilt. Nun könnte die Schlussfolgerung naheliegen, dass deshalb seit Anfang des Jahres die wesentlichen offenen Fragen beantwortet und die teils über Jahre andauernden Diskussionen, gerade auch zur Provisionsthematik, ein Ende gefunden haben. Gerade hinsichtlich der 34f-Vermittler kann hiervon allerdings keine Rede sein. Ein Gastbeitrag von Florian Kelm, Rechtsanwaltskanzlei Zacher & Partner

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R-Insolvenzen: Fragen an die Bundesregierung

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine kleine Anfrage zu Container- und Schiffsfinanzierungen an die Bundesregierung gestellt. Ein Teil der Fragen entfällt auf die Causa P&R.

mehr ...

Recht

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...