13. Oktober 2014, 10:32
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Die Immobilie als Anlageklasse

Unterstellt man eine steigende Inflation, könnten die sinkenden Renditen bei Core-Immobilien bald nicht mehr genügen, das Familienvermögen real zu erhalten. Dem höheren Risiko zum Trotz gilt, dass Family Offices weiterhin besonnen agieren.

Nach unserer Beobachtung setzen viele Family Offices nicht nur in ihrer Gesamtanlagestrategie, sondern auch innerhalb des Immobiliensegments auf Diversifikation. So bieten sich beispielsweise geografisch länderübergreifende Diversifikationen an, um die Risiken zu minimieren.

Allerdings gilt: Für weltweit diversifizierte Immobilienanlagen mit einem nennenswerten Volumen müssen in der Regel Konsortien, Investorenpools oder Club Deals gebildet werden – Anleger aus der ganzen Welt, die ähnliche Vorstellungen mit Blick auf Risiko und Rendite des jeweiligen Investments haben, schließen sich auf die eine oder andere Art zusammen.

Anleger vor Ort macht den Anfang

Wir bieten dabei für alle Anleger gleiche Konditionen – seien sie am Ort des Immobilieninvestments beheimatet oder auch im Ausland. Nach unserer Beobachtung nutzen deutsche Family Offices bei Investments im Ausland die jeweils dort beheimateten Investoren als ersten Gradmesser im Sinne eines Risikomanagements.

Denn in den meisten Fällen macht der Anleger vor Ort den Anfang, er beteiligt sich zuerst. Der Heimatinvestor ist üblicherweise erfahren und voll informiert und verfügt über ein Netzwerk: Er ist ein lokaler Experte. Und gerade deshalb ist seine Entscheidung für ein Investment eine positive Wertung im Sinne aller vorhandenen lokalen Investmentalternativen.

Für ausländische Investoren ist dies ein wichtiger Hinweis und in gewisser Hinsicht auch Gütesiegel, ein Indikator für Qualität und ein Anreiz, sich zu den gleichen Konditionen ebenfalls zu beteiligen. Das Risiko, in einem fremden Markt zu investieren, wird reduziert.

Vertrauen spielt eine große Rolle

Nach unserer Beobachtung gibt es weltweit interessante Immobilienmärkte und Segmente für Family Offices. Auch hier mag sich das Bild etwas geändert haben. Blieben Family Offices früher eher auf ihre Heimatregion und dort oft auf den Kauf und das Halten beziehungsweise Verwalten von Wohnimmobilien beschränkt, ist dies heute weniger der Fall.

Family Offices, die vermögend und liquide genug sind, beteiligen sich mehrmals, häufig über den gleichen Partner. Neben der Konzeption eines Beteiligungsangebots und dem jeweiligen Track Record des Initiators spielt also das Thema Vertrauen eine große Rolle. Sind in der Vergangenheit bereits gemeinsame Erfolge zu verbuchen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Family Office erneut mit dem gleichen Partner in Immobilien investiert.

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