Anzeige
Anzeige
4. September 2014, 11:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Anschlussfinanzierung: Weniger Restschuld, besserer Zins

Im aktuellen Zinstief können nicht nur Immobilienkäufer viel Geld sparen, sondern auch Immobilienbesitzer mit laufenden Krediten, meint Interhyp-Vorstand Michiel Goris. Zur Optimierung der Anschlussfinanzierung empfiehlt er einen Finanzierungs-Check.

Anschlussfinanzierung: Interhyp rät zu Finanzierungscheck

Immobilienbesitzer, bei denen eine Anschlussfinanzierung ansteht, können vom historisch niedrigen Zinsniveau profitieren.

“Wer eine Anschlussfinanzierung anstehen hat, profitiert zum einen von einem historisch niedrigen Zinsniveau, das etwa um die Hälfte niedriger ist als vor rund zehn Jahren”, erklärt Goris, Vorstandsvorsitzender des Baufinanzierungsunternehmens Interhyp. Zum anderen lasse sich aber mit einem Finanzierungs-Check die Anschlussfinanzierung zusätzlich optimieren, so Goris weiter. Denn die bereits geleistete Tilgung sowie ein möglicherweise gestiegener Objektwert verbessern demnach den Beleihungsauslauf und bringen günstigere Zinsen.

Wer im Sommer 2004 ein Darlehen zu einem jährlichen Sollzinssatz von rund fünf Prozent aufgenommen habe, profitiere aktuell bei einer Anschlussfinanzierung schon alleine durch das historisch günstige Marktumfeld. Die Bestkonditionen für Darlehen mit zehnjähriger Laufzeit liegen demnach bei einem Sollzinssatz von 1,62 Prozent und für 15-jährige Zinsbindungen bei einem Sollzinssatz von 2,00 Prozent.

 Beleihungsauslauf  niedriger als zuvor

“Doch Darlehensnehmer sollten bedenken, dass sich auch das Verhältnis von Darlehenssumme und Objektwert auf den Zinssatz auswirkt. Und dieser so genannte Beleihungsauslauf ist bei der Anschlussfinanzierung in aller Regel niedriger als zuvor”, erläutert Goris. Wer 2004 für eine Immobilie im Wert von 300.000 Euro ein Darlehen von 240.000 Euro aufgenommen hat, komme auf einen Beleihungsauslauf von 80 Prozent.

Bei einer anfänglichen Tilgung von einem Prozent und einem jährlichen Sollzinssatz von fünf Prozent betrage die Restschuld nach zehn Jahren noch 208.944 Euro. Selbst wenn der Wert der Immobilie nicht gestiegen sei, sinke der Beleihungsauslauf damit auf 70 Prozent und verbessere damit den Sollzinssatz von 1,76 auf 1,67 Prozent, erläutert Goris in einer Beispielrechnung.

Sei zudem zwischenzeitlich auch der Wert der Immobilie gestiegen, verbessere sich der Beleihungsauslauf nochmals: Ginge man im angeführten Beispiel bei einer Anschlussfinanzierung mit einer Restschuld von 208.944 Euro und einem gestiegenen Immobilienwert von 350.000 Euro aus, fällt der Beleihungsauslauf demnach auf knapp unter 60 Prozent. Diese Einstufung lasse den Zins um weitere Prozentpunkte von 1,67 auf 1,62 Prozent fallen. (jb)

 

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...