Berlin, Leipzig, Dresden: Kaum Blasengefahr, kaum Geheimtipps

Eigentumswohnungen kosten in Dresden zurzeit im Schnitt 1.611 Euro pro Quadratmeter. Mieter müssen rund 6,90 Euro pro Quadratmeter ausgeben. Immobilienscout24 rechnet für die kommenden zwölf Monate mit einem Mietpreiswachstum von 5,4 Prozent. Die Kaufpreise sollen im selben Zeitraum nicht weiter steigen.

Leipzig hatte nach dem Mauerfall bis zu Beginn der 2000er-Jahre einen deutlichen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen. Erst seit einigen Jahren steigen vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Aufschwungs die Einwohnerzahlen wieder. In Leipzig gibt es im Lagerating keine sehr guten Lagen und auch nur eine gute A-Lage: das Zentrum.

Im übrigen Stadtgebiet überwiegen die mittleren Lagen mit durchschnittlicher Investitionssicherheit (BB). Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen liegen aktuell bei rund 1.097 Euro pro Quadratmeter. Im kommenden Jahr sollen sie lediglich um 1,3 Prozent wachsen.

Mietwohnungen sind in Leipzig für rund 5,70 Euro pro Quadratmeter zu haben. Nächstes Jahr könnten sich die Mietpreise laut Immobilienscout24 um 2,6 Prozent erhöhen.

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Kaum Geheimtipps

Ob sich Anleger nun für eine Immobilie in Leipzig, Dresden oder Berlin entscheiden, eines gilt immer: Es ist nicht leicht, lukrative Anlageobjekte ausfindig zu machen. „Es gibt keine Geheimtipps mehr“, sagt Dr. Reiner Braun, Vorstand des Forschungsinstituts Empirica AG, Berlin.

Verkäufer und Vermieter müssen sich nach den Vorlieben ihrer Nachfrager richten. „Die Frage, ob man an Studenten, Familien, Singles oder Senioren vermieten will, sollte vor dem Kauf beantwortet sein“, rät Braun.

Besonders wichtig sei die Kalkulation der Einkommen potenzieller Käufer und Mieter sowie die Frage, wie groß der Anteil der einzelnen Gruppen an der Gesamtbevölkerung künftig sein wird.

„Keine schnellen Gewinne mehr“

„Wer vor Ort die Präferenzen und das dazu passende, aber fehlende Angebot kennt, muss sich nicht um Leerstand sorgen“, betont Braun. „Wer hingegen nur auf Steuersparen oder schnelle Gewinne aus ist, dem drohen Verluste.“ Zweistellige Wertsteigerungsraten seien utopisch.

Anleger, die Wertverluste in bar oder in Staatspapieren erwarten, seien mit Immobilien allerdings weiterhin auf der sicheren Seite. Investitionen sollen sich auch künftig auszahlen, wenn auch nicht wie in den letzten Jahren. (st)

Foto: Shutterstock

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