Deutsche Hypo-Index zeigt Wachstum bei Handelsimmobilien

Der Immobilienkonjunktur-Index der Deutsche Hypothekenbank AG spiegelt die im April vorherrschende gute Marktstimmung wider. Das Immobilienklima erreichte sogar einen neuen Jahreshöchstwert, besonders positiv fällt das Ergebnis für Handelsobjekte aus.

Die Immobilienmärkte boomen derzeit.

Laut der in Hannover ansässigen Deutsche Hypothekenbank AG (Deutsche Hypo) kletterte der Immobilienkonjunktur-Index im April 2014 um 0,6 Prozent auf 244,7 Zählerpunkte (März: 243,3 Zählerpunkte).

Die Indikator „Immobilienkonjunktur“ befand sich im April auf Wachstumskurs.

Der Immobilienklima-Gesamtindex erreichte mit einem Anstieg von 0,1 Prozent auf 133,9 Punkte einen neuen Jahreshöchststand (März: 133,8 Punkte).

Auch der Gesamtindex stieg im April leicht an.

Während der Teilindikator „Investmentklima“ ein Minus von 1,1 Prozent auf 138 Zählerpunkte verzeichnete, stieg der zweite Teilindikator „Ertragsklima“ um 1,4 Prozent auf 129,9 Zählerpunkte.

Industrieimmobilienklima sinkt

Teil man das Immobilienklima in Segmente auf, zeigt sich ein Abfall des Industrieimmobilienklimas. Nachdem der Indikator im März 2014 um satte 7,1 Prozent auf 145,9 Zählerpunkte hochschnellte, sank er im April um vier Prozent auf 140 Zählerpunkte.

Handelsimmobilien auf Wachstumskurs

Das Handelsimmobilienklima stieg im April überdurchschnittlich stark um 4,7 Prozent auf 130,4 Zählerpunkte (März: 124,5 Punkte). Laut Deutsche Hypo wurde ein ähnlich hoher Wert zuletzt im Februar 2012 dokumentiert.

Wohnklima verschlechtert sich

Der Teilindikator Wohnimmobilienklima sank um 1,5 Prozent auf 156,1 Zählerpunkte (März: 158,4 Zählerpunkte). Auch das Büroimmobilienklima fiel um 1,9 Prozent auf 127,1 Zählerpunkte, nachdem es im März 2014 noch bei 129,6 Zählerpunkten rangierte.

Den stärksten Zuwachs verzeichnete im April das Handelsimmobilienklima.

Pohl rät zur Vorsicht

Andreas Pohl, Vorstand der Deutsche Hypo AG, bewertet die aktuelle Marktsituation positiv: „Die Immobilienmärkte boomen, so viel steht fest.“ Es stelle sich allerdings die Frage, wie lange dies noch so bleiben wird.

Pohl rät Investoren daher zur Vorsicht:

„Ich halte die Gefahr eines abrupten Einbruchs zwar für gering. Aber es wäre verkehrt, wenn die positive Entwicklung nicht auch mit einer gewissen Vorsicht verfolgt würde. Wir erreichen jetzt eine Marktphase, in der die Investments noch genauer als ohnehin schon unter die Lupe zu nehmen sind. Denn seien wir ehrlich: Die Qualität einer Immobilie zeigt sich doch erst dann, wenn sich die Märkte wieder etwas abgekühlt haben.“ (st)

Foto: Shutterstock.com

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