Anzeige
Anzeige
13. November 2014, 09:27
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Empirica-Blasenindex: Gefahr noch nicht gebannt

Nach den Ergebnissen des aktuellen Empirica-Blasenindex für den Wohnimmobilienmarkt droht derzeit keine bundesweite Immobilienblase. Allerdings weist der Indikator für fünf der zwölf größten deutschen Städte ein gewisses Risiko aus.

Empirica Blasenindex

Fast die Hälfte der deutschen Metropolen weist tendenziell überhitzte Immobilienmärkte auf.

Mieten, Preise und Einkommen wachsen mancherorts nicht mehr im Gleichklang, aber noch drohe kein Wohnungsüberangebot und auch keine Kreditschwemme, teilt das Researchinstitut Empirica mit. Dennoch sei Vorsicht angebracht: So stehe der Blasenindex nunmehr in fünf der zwölf größten deutschen Städte auf “mäßig hoher Gefahr” (Vorjahr: zwei Standorte) und nur noch in drei Städten auf “keine Gefahr”.

Fünf Metropolen mit Warnstufe

Als gefährdete Standorte weist der Index Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München aus. In allen diesen Städten ist laut Empirica sowohl der Kauf einer Wohnung schlechter über Mieteinnahmen zu refinanzieren als auch schwieriger mit dem regionalen Einkommen finanzierbar als vor zehn Jahren. Keine Blasengefahr und eine weitgehend ausgeglichene Marktentwicklung bestehe dagegen in Dresden, Leipzig und Dortmund.

“Der Samen für Blasen keimt weiter”, warnt Empirica-Vorstand Dr. Reiner Braun angesichts der Entwicklung an den gefährdeten Standorten. “Außerdem wird die Mietpreisbremse die Blasengefahr unnötig in die Länge ziehen und droht als politische Kompensation immer noch eine Erhöhung der AfA-Sätze, was bisher stets mit Fehlinvestitionen und damit einem Überangebot einherging.”

Tabelle: Empirica Blasenindex: Warnstufen für die zwölf größten kreisfreien Städte und bundesweite Verteilung

Empirica Blasenindex

 Zum Vergrößern bitte auf die Tabelle klicken

 

Bundesweit betrachtet bestehe jedoch für den Gesamtmarkt keine Blasengefahr. “Der Gesamtindex und damit die Marktbreite der Blasengefahr liegt weiterhin unter dem Ursprungsniveau des Referenzjahres 2004 – auch wenn er im dritten Quartal nochmals zugelegt hat”, so Braun.

Während die Einzelindices “Preis-Einkommen”, “Vervielfältiger” und “Wohnungsbaukredite” gegenüber dem Vorquartal nur leicht angestiegen seien, schlage sich die aufblühende Wohnungsbautätigkeit im Indikator “Fertigstellungen” deutlicher nieder. Alle Einzelindices lägen aber weiterhin unter ihrem Referenzwert aus 2004. (bk)

Foto: Shutterstock

 

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

Streit um Zugang zu psychotherapeutischer Behandlung

Kurz vor der Beratung eines Gesetzes für eine bessere Patientenversorgung gibt es Streit um den Zugang von Versicherten zu psychotherapeutischer Behandlung. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant neue Regelungen in dem Bereich.

mehr ...

Immobilien

Was die Generation Z über die eigenen vier Wände denkt

Für die sogenannte Generation Z spielt das Thema Sicherheit eine große Rolle, so die Bausparkasse Schwäbisch Hall. Sie hat zusammengefasst, welche Kritierien jungen Menschen beim Thema Wohnen und Geldanlage wichtig sind.

mehr ...

Investmentfonds

Hypo Vereinsbank und FC Bayern führen Apple Pay ein

Ab heute bietet die Hypo Vereinsbank ihren Kunden Apple Pay an. Damit wird mobiles Bezahlen für Kunden nicht nur einfach und sicher, sondern auch schnell und bequem.
 Der FC Bayern führt das System ab sofort auch in der Allianz Arena ein.

mehr ...

Berater

Betriebliche Hinterbliebenenrente darf gekürzt werden

Sieht eine Versorgungsregelung vor, dass die Hinterbliebenenversorgung eines jüngeren hinterbliebenen Ehepartners für jedes volle über zehn Jahre hinausgehende Jahr des Altersunterschieds der Ehegatten um fünf Prozent gekürzt wird, liegt darin keine gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verstoßende Diskriminierung wegen des Alters. Dies hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) jetzt entschieden (3 AZR 400/17).

mehr ...

Sachwertanlagen

HEP bringt Solarfonds mit internationalem Fokus

Die HEP Kapitalverwaltung AG aus Güglingen (bei Heilbronn) hat den Vertrieb des neuen Alternativen Investment Fonds (AIF) „HEP – Solar Portfolio 1 GmbH & Co. geschlossene Investment KG“ gestartet.

mehr ...

Recht

Mieterhöhung wegen selbst bezahlter Einbauküche?

Bei Mieterhöhungen ziehen Vermieter meist den örtlichen Mietspiegel als Vergleichsmaßstab heran. Der Mietspiegel bewertet die Wohnungen unter anderem nach ihrer Ausstattung. Doch wie wird die Miethöhe beeinflusst, wenn der Mieter teure Ausstattungen wie eine Einbauküche selbst bezahlt hat? Das hat unlängst der Bundesgerichtshof entschieden.

mehr ...