Ist die Ferienimmobilie ein gutes Investment?

Wer die Ferienregionen der Ostsee betrachtet, muss zwischen den einzelnen Teilmärkten unterscheiden.

Neue Bundesländer

Der Markt in den neuen Bundesländern wird stark dominiert von der Insel Usedom mit dem Kaiserbad Heringsdorf. Hier gab es seit 2009 eine Preissteigerung von über 74 Prozent. Und der Trend hält aktuell noch an. Seit 2013 sind die Preise dort um über 11 Prozent angestiegen.

Trotzdem ist der Durchschnittspreis von 420.000 Euro für ein durchschnittliches Ferienhaus im Vergleich zu den Top-Standorten an der Nordsee noch vergleichsweise günstig. Interessant ist hier auch die Entwicklung im Umfeld.

Wer etwas außerhalb – beispielsweise in Ückeritz – sucht, bekommt schon für durchschnittlich 310.000 Euro entsprechende Angebote. Noch günstiger wird es in Korswandt im Süd-Osten des Kaiserbades. Hier kann schon für um die 260.000 Euro ein durchschnittliches Ferienhaus gekauft werden.

Wer sich überlegt dort zu investieren, sollte aber schnell zuschlagen. Denn auch in Ückeritz (plus 44 Prozent) und Korswandt (plus 69 Prozent) sind die Preise seit 2009 stark angestiegen.

Ostsee von Schleswig-Holstein

Etwas anders stellen sich die Ferienstandorte an der Ostsee von Schleswig-Holstein dar. Auch hier dominiert wieder ein Standort: der Klassiker Timmendorfer Strand. Dort sind durchschnittliche Ferienhäuser für 310.000 Euro zu haben.

Wer weniger investieren will, kann nach Scharbeutz im Nord-Westen ausweichen. Hier sind die Preise um durchschnittlich 16 Prozent niedriger. Auch die Preissteigerung hat sich hier in Grenzen gehalten (Timmendorfer Strand plus 14 Prozent und Scharbeutz plus 22 Prozent seit 2009).

Daran ist erkennbar, dass die Preise am Timmendorfer Strand schon relativ hoch sind und wohl kurzfristig nicht mehr wesentlich weiter steigen werden (seit 2013 plus 3 Prozent). Interessant ist auch die Entwicklung in Eckernförde und Kappeln, die sich mit einer Preissteigerung von 28 Prozent beziehungsweise 16 Prozent seit 2009 dem Preisführer in der Region langsam aber sicher annähern.

Insel Rügen und Fischland-Darß

Ein weiterer Teilmarkt ist die Region rund um die Insel Rügen sowie Fischland-Darß. Auch hier kann noch vergleichsweise günstig eingekauft werden. Selbst in den Seebädern Wüstrow (460.000 Euro) und Predow (430.000 Euro) bekommen Käufer noch Ferienhäuser unter der 500.000-Euro-Marke.

Deutlich günstiger wird es dann schon auf Rügen. Selbst die Top-Standorte Binz (330.000 Euro) und Sellin (310.000 Euro) sind hier im Verhältnis zu den übrigen Ferienregionen noch bezahlbar. Wer in Rügen ins Hinterland ausweicht, kann sogar noch mehr sparen.

Seite drei: Die Luxuslagen an der Nordsee

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