3. Dezember 2014, 15:26
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

GdW begrüßt Förderung der energetischen Sanierung

Die Bundesregierung plant, die energetische Sanierung älterer Bestandswohnungen im kommenden Jahr verstärkt zu fördern. Der GdW Bundesverband begrüßt dies und befürwortet zudem Maßnahmen zur sozialen Abfederung.

GdW Bundesverband energetische Sanierung

Zum Erreichen der Klimaschutzziele soll die energetische Sanierung älterer Wohnungsbestände weiter vorangetrieben werden.

Die Wohnungswirtschaft befürwortet die Pläne der Bundesregierung, die energetische Gebäudesanierung künftig stärker zu fördern. Die Gebäudesanierungsprogramme der bundeseigenen KfW Bank sollen um 200 Millionen Euro auf insgesamt zwei Milliarden Euro aufgestockt werden.

Positiv wertet der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen zudem, dass davon 300 Millionen Euro für Zuschüsse geplant sind. „Die Pläne eines verstärkten staatlichen Engagements bei der Gebäudesanierung sind ein Schritt in die richtige Richtung und entsprechen einer intensiven Forderung des GdW. Diese Vorhaben müssen nun zügig und langfristig mithilfe eines Gesetzgebungsverfahrens festgeschrieben werden“, erklärt GdW-Präsident Axel Gedaschko.

Umlage der Kosten nicht einschränken

Die GdW erinnert zudem an die Aussage im “Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz”, dass bei Umsetzung der im Koalitionsvertrag vorgesehenen Anpassungen der Modernisierungsmieterhöhung darauf zu achten ist, dass die Anreize im Mietrecht für energetische Modernisierungen nicht verringert werden.

Der Verband warnt davor, die Umlage der Kosten energetischer Modernisierung von Wohnungen einzuschränken. Dies würde Investitionen in die energetische Modernisierung abwürgen und die Energiewende im Gebäudebereich aufs Spiel setzen.

Wohnraum soll bezahlbar bleiben

Förderlich sei aus Sicht der Wohnungswirtschaft auch das Vorhaben, das Wohngeld um eine Klima-Komponente zu ergänzen. „Damit kann verhindert werden, dass Menschen, die staatliche Unterstützung beziehen, nach einer energetischen Sanierung ihrer Wohnung umziehen müssen, weil sie die höheren Kosten nicht mehr tragen können“, so Gedaschko.

Um die Aktionsprogramme zum Erfolg zu führen, müssen sie nach Forderung des GdW mit Blick auf das bezahlbare Wohnen und Bauen koordiniert werden. “Steigende Anforderungen an die Energieeffizienz und Klimaschutzmaßnahmen müssen mit der Bezahlbarkeit des Wohnens und der Wirtschaftlichkeit von Investitionen in Einklang gebracht werden. Wenn die Energiewende gelingen soll, müssen die Klimaschutzziele sowohl sozial gerecht für die Mieter als auch wirtschaftlich tragbar für die Bauherren und Vermieter umgesetzt werden können”, so Gedaschko.

Der GdW Bundesverband vertritt bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rund sechs Millionen Wohnungen und damit fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Ablaufprognosen der Lebensversicherer: Wer vor 2005 abschloss, der hat ein solides Produkt

Wie stark haben die deutschen Lebensversicherungsgesellschaften und deren Kunden in den letzten acht Jahren im Zinstief gelitten? Dieser Frage geht eine Auswertung des Analysehauses Partner in Life S.A. (PiL) nach. So haben 90 Prozent der Policen aller Versicherungsgesellschaften Kürzungen hinnehmen müssen; im Marktdurchschnitt in Höhe von 5,5 Prozent im Vergleich zu den Ablaufprognosen aus dem Jahr 2002.

mehr ...

Immobilien

Senkung der Grunderwerbssteuer: So hoch wäre die Entlastung

In den letzten Wochen mehren sich die Forderungen nach eiiner dringend erfoderlichen Reform der Grunderwerbssteuer. Experten haben jetzt einmal den Effekt einer geplanten Steuersenkung auf die Wohnungsfinanzierung analysiert. Wie viel Entlastung in Metropolen und in den Kreisen tatsächlich drin ist.

mehr ...

Investmentfonds

Neuer Ärger für Facebook: Petition gegen Libra gestartet

Gegen Facebooks Pläne für die Digitalwährung Libra hat die Bürgerbewegung Finanzwende am Dienstag gemeinsam mit der Brüsseler Organisation Finance Watch eine Petition gestartet. EU-Kommission und EZB werden darin aufgefordert, “dieses hochgefährliche Projekt sofort zu stoppen”. Ziel sei ein Verbot des Projekts.

mehr ...

Berater

Brexit: Briten zweifeln an fristgerechter Lösung

Boris Johnson wird heute alle Voraussicht nach zum neuen Premierminister Großbritanniens gewählt. Der umstrittene Konservative und Brexit-Befürworter verspricht unter anderem den fristgerechten EU-Austritt Großbritanniens bis zum 31. Oktober. Wie das trotz der ungeklärten Nordirland-Frage klappen soll? – Die Antwort auf diese Frage hat Johnson bisher nicht geliefert, weiß sie vermutlich selber nicht.

mehr ...

Sachwertanlagen

CH2 platziert erfolgreich erste Aves-Anleihe

Große Nachfrage verzeichnete in den vergangenen Wochen die Anleihe „Aves Transport 1“. Es handelt sich um die erste Anleihe des börsennotierten Konzerns Aves One, die mit einem Kupon von 5,25 Prozent ausgestattet ist und eine fünfjährige Laufzeit hat.

mehr ...

Recht

BGH entscheidet über zeitliche Festlegung von Rechtsschutzfällen

Wann ist eine Rechtsschutzversicherung zur Zahlung verpflichtet? Mit dieser Frage musste sich der Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) Anfang dieses Monats auseinandersetzen.

mehr ...