Immobilienkauf: Hohe Liquidität bei Senioren

Laut einer aktuellen Studie des auf Seniorenimmobilien spezialisierten Projektentwicklers Terragon, Berlin, verfügt deutlich mehr als die Hälfte der Senioren in Deutschland über genügend Mittel für die Anmietung oder den Kauf einer Wohnung. Diesem Potenzial steht allerdings ein geringes Angebot gegenüber.

Viele Senioren brauchen barrierefreie Wohnräume. In Deutschland müssen in den kommenden Jahren viele Gebäude umgebaut werden, um den steigenden Bedarf zu decken.

So können sich demnach rund 70 Prozent der Seniorenhaushalte und damit rund zehn Millionen eine Miete von 450 Euro inklusive Nebenkosten monatlich leisten.

Rund die Hälfte, nämlich 4,86 Millionen Seniorenhaushalte, könnten sogar eine Miete von 1.000 Euro tragen, so Terragon.

Auch den Wohnungskauf können sich Senioren leisten.

Selbst unter der Annahme, dass ältere Menschen keinen Kredit erhalten und den Wohnungskauf zu 100 Prozent selbst finanzieren müssen, könnten 3,43 Millionen Haushalte eine Eigentumswohnung für 175.000 Euro erwerben, immerhin noch 2,7 Millionen sogar eine Eigentumswohnung für 250.000 Euro.

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Hohe Nachfrage – wenig Angebot

„Das Nachfragepotenzial ist sehr hoch“, erklärt Dr. Michael Held, Geschäftsführer der Terragon.

„Diesem Potenzial steht jedoch nur ein geringes Angebot gegenüber. Es gibt einen Mangel an barrierefreien Wohnungen“, fährt Dr. Held fort.

Beim Neubau barrierefreier Wohnungen geschehe zu wenig. „Kaum jemand investiert in diese Wohnungen, obgleich die Risiken überschaubar sind“, meint Dr. Held.

So seien barrierefreie Wohnungen auch für alle anderen Altersklassen und gesellschaftliche Gruppen wie Familien, Singles oder Studenten nutzbar. (st)

Foto: Shutterstock.com

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