Anzeige
Anzeige
15. April 2014, 12:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mietdeckel: Negative Folgen abfedern

Laut dem Portal Immobilienscout24 will die Mehrzahl der Vermieter in Zukunft alle gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um Mieten trotz des geplanten Deckels zu erhöhen.

Alternative Shutterstock Gro 151864796-Kopie in Mietdeckel: Negative Folgen abfedern

Vermieter suchen laut dem Portal Immobilienscout24 nach alternativen Einnahmequellen, um die negativen Folgen der Mietpreisbremse abzufedern.

Aufgrund der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt sollen die Mietpreisbremse und das Bestellerprinzip, wonach Immobilienmakler vom Auftraggeber bezahlt werden müssen, eine Erleichterung für Wohnungssuchende bringen. Immobilienscout24 untersuchte in einer Umfrage, wie Vermieter auf diese gesetzlichen Neuerungen reagieren könnten.

Vermieter wollen alle gesetzlichen Optionen nutzen

Nach Angaben des Portals wollen 52 Prozent der Vermieter alle gesetzlichen Möglichkeiten zur Erhöhung der Miete voll ausschöpfen. Jeder dritte Vermieter plant, verstärkt Staffel- und Indexmietverträge einzusetzen.

“Änderungen in Bezug auf die Staffelmiete waren im Koalitionsvertrag zunächst nicht vorgesehen”, weiß Steffen Groß, Mietrechtsexperte bei Immobilienscout24. “Vermieter hätten daher mit einer Staffelmiete die Mietpreisbremse abfedern können. Der aktuelle Gesetzesentwurf sieht jedoch vor, dass zukünftig jede einzelne Staffel der Mietpreisbremse unterliegt. Staffelmietvereinbarungen, die nach Inkrafttreten der Mietpreisbremse abgeschlossen werden, unterliegen damit vollständig der Mietpreisbremse.”

Für Verträge und Staffelmietvereinbarungen, die vor Inkrafttreten des Gesetzes abgeschlossen werden, gelte die Mietpreisbremse jedoch nicht. Auch Indexmietvereinbarungen, bei denen Mieterhöhungen vom Preisindex für Lebenshaltungskosten des Statistischen Bundesamtes abhängig sind, sollen laut Groß nach aktuellem Stand auch zukünftig unverändert möglich sein.

Gut verdienende Wohnungssuchende haben Vorrang

Greift die Mietpreisbremse, werden Vermieter voraussichtlich noch genauer darauf achten werden, an zahlungskräftige Personen zu vermieten. Die Umfrage von Immobilienscout24 belegt diese Einschätzung: Rund 48 Prozent wollen in den nächsten Jahren bei der Auswahl von Mietern verstärkt auf deren Solvenz achten.

Eigentümer beschreiten alternative Wege

Rund jeder zehnte Vermieter könnte versuchen, entgangene Mietforderungen auf alternativen Wegen wie beispielsweise durch Forderung einer Abstandszahlung für Einbauküchen und anderes Inventar zu erhalten. Zehn Prozent der Befragten wollen aufgrund der Mietpreisbremse künftig ihre Wohnräume überhaupt nicht mehr vermieten und lieber gewinnbringend verkaufen. (st)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...