30. Oktober 2015, 10:05
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“Anleger setzen auf sichere Renditen”

Cash. sprach mit Gerald Mager, Geschäftsführer bei Eura Grundbesitz und Bauträger, über die aktuellen Motive von Zinshauskäufern und ihre Renditeerwartungen.

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“Derzeit strömen viele Erstkäufer auf den Zinshausmarkt.”

Cash.: Aus welchen Motiven heraus erwerben Anleger und Investoren Zinshäuser?

Mager: Die Anleger sind auf der Suche sind nach vier, fünf oder sogar sechs Prozent verhältnismäßig sicherer Mietrendite. Getrieben von den momentan unattraktiven Anlagemöglichkeiten in den sogenannten sicheren Anlageformen wie Anleihen oder Spareinlagen, drängen neben den immobilienerfahrenen Investoren auch die sogenannten Frischlinge – also die Erstkäufer – auf den Markt. Diese jedoch oft mit dem Wunsch, vorsichtig zu investieren, und erst einmal nur eine oder zwei vermietete Wohnungen in Zinshäusern zu erwerben, was aus unserer Sicht eine gute Empfehlung ist.

Nach welchen Kriterien sollten private Käufer ihren Anlagestandort wählen?

Da private Anleger oftmals nicht die nötige Kapitalausstattung haben, um in den sogenannten A-Standorten wie München, Hamburg und Frankfurt zu investieren, sind B- und C-Standorte wie Dresden, Darmstadt, Mannheim oder auch Mainz besonders interessant. Wir haben insbesondere Dresden im Visier, da die sächsische Landeshauptstadt bei vielen Kriterien ausgezeichnete Zukunftsprognosen aufweist.

Steht für die Käufer aktuell eher die Mietrendite oder die langfristige Wertsteigerung im Vordergrund?

Die mögliche Wertsteigerung in der Zukunft ist immer ein Thema, da diese bekanntlich nach zehn Jahren Haltedauer im Verkaufsfall steuerbefreit ist. Aus der Erfahrung der Vergangenheit zeigt sich jedoch, dass Käufer lieber eine durch gute Standortlage abgesicherte Immobilie ohne Instandhaltungs- und Modernisierungsstau mit einer vierprozentigen Mietrendite erwerben als ein Haus, das momentan vielleicht fünf oder sechs Prozent Mietrendite bringt, an dem aber Schäden an Dach, Heizung oder Fenstern auftreten könnten, was weitere Investitionen erfordern würde.

Interview: Barbara Kösling

Foto: Eura Grundbesitz und Bauträger

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