Anzeige
15. Juni 2015, 08:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Null-Zinsen: Dem Anlagenotstand entkommen

Die schlechten Nachrichten für Anleger reißen nicht ab. Ob Grexit oder Brexit, sich eintrübende Konjunkturdaten oder der Abhanden gekommene Zins – renditeträchtige Anlagen sind Mangelware. Wie gehen die Marktakteure mit der Gemengelage um?

Niedrigzinsen

Erst Anfang Juni hat die EZB beschlossen, den Leitzins vorerst auf seinem Allzeittief zu belassen.

Dass die Mehrheit der deutschen Anleger mit der Wertentwicklung ihrer Geldanlage nicht zufrieden ist, zeigt eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Bankenverbandes. Seit 2012 ist die Unzufriedenheit der Anleger demnach deutlich gestiegen, von damals 48 Prozent auf 66 Prozent in 2014.

Tages- und Festgelder vorne

Dies verwundert nicht, wenn man berücksichtigt, welche Investments Anleger derzeit bevorzugen: So waren Tages- und Festgelder der Umfrage zufolge im letzten Jahr mit 35 Prozent die bevorzugten Anlageformen der Deutschen. Solche klassischen Sparangebote sorgen aber schon seit längerer Zeit kaum noch für Gewinne, Anleger müssen mit sehr niedrigen Zinserträgen vorlieb nehmen.

Ein Dilemma, auf das auch Dr. Sebastian Grabmaier hinweist, Vorstandsvorsitzender des Maklerpools Jung, DMS & Cie. “Vermeintlich sichere Zinspapiere werfen seit geraumer Zeit kaum noch jährliche Renditen ab. Daher erfreuen sich Sachwertinvestments wie etwa Aktien, Aktienfonds, ETFs, aber auch Direktinvestments in Sachwerte zunehmender Beliebtheit bei den Anlegern. Auch institutionelle Investoren wie etwa Versicherer werden verstärkt in Sachwerte investieren müssen, um ansprechende Renditen für ihre Produkte bieten zu können”, sagt er.

Anlagenotstand treibt das Interesse an Sachwertanlagen

Sachwertanlagen, die in Form von Publikumsfonds aufgelegt werden und unter anderem in Immobilien, Windkraftanlagen oder Flugzeuge investieren, profitieren bisher zwar kaum vom Niedrigzinsumfeld. Das könnte sich aber bald ändern. So beobachtet Dr. Jörg W. Stotz, Geschäftsführer der Kapitalverwaltungsgesellschaft Hansainvest, dass der Anlagenotstand das Interesse an Sachwertanlagen treibt.

Dahinter steht nach seiner Einschätzung die Erwartung, dass sich in diesem Anlagesegment zum einen noch langfristig auskömmliche Renditen erzielen lassen und zum anderen auch ein stetiger Cashflow an Erlösen generieren lässt. Stotz weist allerdings darauf hin, dass jedes Sachwertinvestment eine unternehmerische Beteiligung ist – mit allen Chancen, aber auch mit allen Risiken.

Seite zwei: Boom bei Immobilieninvestments

Weiter lesen: 1 2 3 4

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Spahn kündigt weitere Anhebung der Pflegeversicherungsbeiträge an

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine weitere Anhebung der Beiträge zur Pflegeversicherung angekündigt. “Ich kann ihnen jetzt schon sagen: Wir werden in den nächsten Jahren die Beiträge nochmals erhöhen müssen”, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung “Maischberger”.

mehr ...

Immobilien

Umbauten am Haus: Anpassung der Police nicht vergessen

Wer am eigenen Heim Umbauten vornimmt, sollte an die Konsequenzen für die Wohngebäudeversicherung denken. Ansonsten könnte es im Schadensfall böse Überraschungen geben. Die Gothaer gibt Tipps, worauf Immobilieneigentümer achten sollten.

mehr ...

Investmentfonds

Wer die Finanzmärkte verstehen will, muss politisch denken

In den Print- und TV-Medien wird dramatisch mit viel Blut, Schweiß und Tränen gearbeitet. Man weiß natürlich, dass sich schlechte Nachrichten immer besser als gute verkaufen. Sie sorgen für Klicks und Quoten und locken Werbepartner an wie Licht die Mücken. Theoretisch bieten auch Kriegsangst, Zollangst und Zinsangst beste Drehbücher für den Zusammenbruch an den Finanzmärkten. Tatsächlich werden sie von nach Aufmerksamkeit heischenden Dramaturgen liebend gern benutzt. Aber sind sie in der Praxis wirklich untergangstauglich? Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Qualitypool bietet zwei neue Apps an

Der Maklerpool Qualitypool startet kostenlose Apps für seine Vertriebspartner und deren Endkunden. Die App “hQ – Das Partnercockpit” soll Vertriebspartner mit neuen Features unterstützen, Kunden erhalten die dazugehörige App “FinUp”, um ihre bestehenden Verträge und passende Angebote jederzeit einsehen zu können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia gibt weiteren Publikumsfonds in den Vertrieb

Die Patrizia GrundInvest hat den Vertrieb ihres siebten Publikumsfonds gestartet. Er investiert in einer deutschen Tourismusregion. Zudem kündigt das Unternehmen vier weitere alternative Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger noch für dieses Jahr an.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...