Anzeige
4. Februar 2015, 13:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Empirica: Regionale Blasengefahr bei Immobilien steigt deutlich

Auch wenn der Wohnimmobilienmarkt im bundesweiten Schnitt im Gleichgewicht ist, so wächst in einigen Regionen die Gefahr von Immobilienblasen erheblich, warnt das Berliner Researchinstitut Empirica.

Empirica Immobilienblase

München gehört zu den deutschen Standorten mit deutlicher Vorwarnstufe für eine Immobilienblase.

Nach Angaben von Empirica wachsen Mieten und Kaufpreise für Wohnimmobilien mittlerweile in 160 von 402 Landkreisen und kreisfreien Städten nicht mehr im Gleichklang (Vorjahr 125, vor drei Jahren 76 Kreise).

Hohe Warnstufe in 73 Kreisen

Allerdings drohe in 374 von 402 Kreisen immer noch kein Überangebot. Dennoch sei Vorsicht angebracht: So zeige der Empirica-Blasenindex nunmehr in 73 Kreisen eine hohe Blasengefahr (Vorjahr 49, vor drei Jahren 18).

Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), schon bald massenhaft Staatsanleihen aufzukaufen, mache zudem eine Kreditschwemme wahrscheinlicher. “Das Vertrauen in den Euro schrumpft weiter und der Renditenotstand hält an. Der Samen für Blasen wird ordentlich gedüngt”, mahnt Empirica-Vorstand Dr. Reiner Braun.

Bundesweit weiter keine Blasengefahr

Für den Gesamtmarkt bestehe jedoch keine Gefahr einer Immobilienblase. “Der Gesamtindex und damit die Marktbreite der Blasengefahr liegt weiterhin unter dem Ursprungsniveau des Referenzjahres 2004 – auch wenn er im vierten Quartal nochmals zugelegt hat”, so Braun.

 

Zum Vergrößern bitte auf die Tabelle klicken

Empirica Immobilienblase

Vor allem der Einzelindex “Vervielfältiger”, aber auch der Einzelindex “Preis-Einkommen” seien gegenüber dem Vorquartal nochmals angestiegen. Alle Einzelindices lägen jedoch immer noch unter ihrem “gefahrlosen” Referenzwert aus 2004.

Nach Angaben von Empirica gibt der Blasenindex Hinweise auf eine drohende Blasenbildung und zeigt und dafür verschiedene Warnstufen an.

Dazu werden auf regionaler Ebene vier verschiedene Indikatoren analysiert, die Alarm schlagen, wenn bestimmte Grenzwerte für die Zuwächse gegenüber dem blasenfreien Referenzjahr 2004 überschritten werden. (bk)

Foto: Shutterstock

 

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Hannover Rück erwartet 2018 größeren Ergebnissprung

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück will nach einer absehbaren Gewinndelle 2017 im kommenden Jahr wieder höher hinaus. “Es ist unwahrscheinlich, dass wir 2017 den Gewinn je Aktie steigern”, sagte Vorstandschef Ulrich Wallin am Donnerstag und verwies auf die absehbar hohen Schäden durch Wirbelstürme und Erdbeben.

mehr ...

Immobilien

Top-Bürostandorte: Flächenmangel gefährdet Entwicklung

Die Top-Standorte des deutschen Bürovermietungsmarktes haben sich 2016 dynamisch entwickelt. Der Marktbericht Büroimmobilien von Immobilienscout24 Gewerbeflächen hat untersucht, in welchen der Städt die Mieten und Umsätze am höchsten sind.

mehr ...

Investmentfonds

“Öl bleibt unser Lieblingsrohstoff”

Lohnt sich 2018 die Investition in Rohstoffe? Und sollten Anleger in Zeiten fallender Börsenkurse auf Gold setzen? Über diese Fragen hat Cash. mit Simon Lovat gesprochen, er ist Rohstoffanalyst und Teil des Teams um den Carmignac Portfolio Commodities Fonds.

mehr ...

Berater

Company Builder “Finconomy” startet in München

Finconomy ist ein Company Builder für Fin- und Insurtechs, der sich auf B2B-Geschäftsmodelle konzentriert. Das neue Unternehmen hat bereits drei Fintechs gegründet, die sich am Markt etablieren konnten. Bereits Anfang 2018 soll eine weitere Neugründung erfolgen.

mehr ...

Sachwertanlagen

ZBI schließt Fonds 10 und bringt Nachfolger

Die ZBI Fondsmanagement AG aus Erlangen hat den im vergangenen Jahr aufgelegten ZBI Professional 10 nach Ablauf der Zeichnungsfrist Ende September mit einem beachtlichen Volumen geschlossen und nahtlos den Nachfolger in die Platzierung geschickt.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...