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24. Februar 2015, 10:23
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Immobilienkredite: Verschuldungsbereitschaft ist gewachsen

Die angefragten Darlehenssummen deutscher Immobilienkäufer sind nach einer Analyse von Immobilienscout24 stark angestiegen.

Baufinanzierung Immobilienscout24

Die Kreditsummen sind insbesondere für Immobilien in den Metropolen deutlich gewachsen.

Deutsche Immobilienkäufer sind bereit, sich über immer längere Zeiträume zu verschulden – auch wenn dies erhebliche Risiken bergen kann.

Innerhalb von fünf Jahren haben sich die angefragten Kreditsummen in den Großstädten nach einer Untersuchung von Immobilienscout24 zum Teil verdoppelt.

Gewünschte Kreditsumme um 35 Prozent gestiegen

In anderen Regionen würden dagegen nur halb so hohe Kredite benötigt. Dies zeige eine aktuelle Analyse von rund 286.000 Kreditanfragen auf dem Baufinanzierungsportal des Unternehmens.

Die durchschnittliche gewünschte Kreditsumme deutscher Immobilienkäufer liege aktuell bei 166.000 Euro und habe sich seit Anfang 2010 um 35 Prozent erhöht. Viele Großstädter benötigten dagegen deutlich über 200.000 Euro und damit zum Teil doppelt so viel wie noch vor fünf Jahren.

Die Preise für Eigentumswohnungen seien in diesem Zeitraum nach den Ergebnissen des laut Angebotsindex IMX in Berlin um 60 Prozent, in München um 54 Prozent und in Hamburg und Köln um 44 Prozent gestiegen.

Münchner zahlen 76 Monatseinkommen für Eigenheim

Auch die Dauer der Verschuldung ist signifikant gestiegen: Ende 2014 wollten deutsche Kreditnehmer laut Immobilienscout24 im Durchschnitt Darlehen in Höhe von 58 Netto-Monatseinkommen aufnehmen – zehn Gehälter mehr als vor fünf Jahren. In den Metropolen ist die Verschuldungsbereitschaft meist noch ausgeprägter – Spitzenreiter ist München mit 76 Monatseinkommen, gefolgt von Hamburg und Köln.

„Aufgrund der niedrigen Zinsen trauen sich viele Menschen zu, größere Kreditsummen zu schultern, um sich insbesondere in den Großstädten die steigenden Immobilienpreise leisten zu können“, beobachtet Ralf Weitz, Leiter Baufinanzierung bei Immobilienscout24. „Durch die längere Verschuldungszeit verteuert sich jedoch das Darlehen erheblich und es steigt das Risiko, dass unerwartete Umstände wie Arbeitslosigkeit oder Scheidung die Finanzierung gefährden.“

Darlehenshöhe in Sachsen-Anhalt am niedrigsten

Neben Metropolen wie München und Hamburg liegen den Angaben zufolge auch die südlichen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg deutlich über dem Bundesdurchschnitt der Verschuldungsbereitschaft.

Im Ranking der Bundesländer zeigten die Regionen mit eher niedrigeren Immobilienpreisen die geringsten Darlehenswünsche und einen kürzeren Verschuldungszeitraum. So kommen Immobilienkäufer in Sachsen-Anhalt und im Saarland mit halb so hohen Darlehen aus wie Interessenten in den Metropolen. In Thüringen, Saarland und Mecklenburg-Vorpommern hat die von den Kreditnehmern angedachte Verschuldungsdauer in den letzten fünf Jahren sogar leicht abgenommen.

„Unabhängig von der Höhe des Darlehens sind für eine gesunde Finanzierung in der Regel 30 Prozent Eigenkapital und eine anfängliche Tilgung von nicht unter zwei Prozent ratsam“, bilanziert Weitz. (bk)

Foto: Shutterstock

 

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