Anzeige
19. Januar 2015, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mietpreisbremse trifft die Falschen

Die Mietpreisbremse soll Mieter in angespannten Wohnungsmärkten entlasten. Den Preis werden jedoch vor allem private Anleger zahlen – für sie könnten sich direkte Immobilienanlagen schon bald nicht mehr lohnen. Schon jetzt erzielen Privatvermieter vielfach nur geringe Renditen mit ihren Wohnungen.

Gastbeitrag von Thomas Meyer, Wertgrund Immobilien AG

Westgrund-meyer- in Mietpreisbremse trifft die Falschen

Thomas Meyer: “Mietpreisbremse schadet sowohl Vermietern als auch Mietern.”

Gerade private Anleger haben in dem günstigen Zinsumfeld der vergangenen Jahre kräftig in Immobilien investiert. Betongold gilt als langfristiges Investment und sichere Altersvorsorge. Spekulative Geschäfte mit Wohnungen finden unter Privatanlegern praktisch nicht statt.

Zusatzbelastungen für Privatvermieter

Tritt das Gesetz zur Mietpreisbremse in Kraft, soll die Miete in den entsprechenden Gebieten nach einem Wohnungswechsel nur noch maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen. In Immobilien, in denen die Mieten diesen Wert bereits überschritten haben, kann die Miete in der Folge nicht weiter erhöht werden. Die Renditen für Vermieter werden sinken.

Niedrige Renditen

Das Problem: Schon heute erwirtschaften private Vermieter – die einen großen Anteil der rund sieben Millionen Vermieter in Deutschland ausmachen – deutlich niedrigere Renditen als Institutionelle. In den vergangenen zehn Jahren haben private Anleger mit ihren Immobilien durchschnittlich nur zwischen zwei und drei Prozent Rendite brutto pro Jahr erzielt. Das hat eine Studie vom Deutschen Institut der Wirtschaft ergeben.

Der Studie zufolge liegen zudem die Renditen von mehr als 50 Prozent aller privaten Immobilieninvestitionen noch unterhalb der Inflation. Die Wohnungseigentümer erzielen somit keinen Gewinn. Tritt die Mietpreisbremse in Kraft, dürften diesen Vermietern Einnahmen in Millionenhöhe entgehen. Laut Gesetzesentwurf sind das schätzungsweise 309 Millionen Euro jährlich – allein durch Mindereinahmen und den zusätzlichen bürokratischen Mehraufwand für die Feststellung der zulässigen Miete.

Seite zwei: Bestellerprinzip verursacht Zusatzkosten

Weiter lesen: 1 2

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Allianz überarbeitet Rechtsschutz-Tarife

Die Allianz startet im Oktober ihr neues Privat-Rechtsschutz-Angebot. Nach Angaben des Versicherers wurden die weltweit geltenden Versicherungssummen in allen drei Rechtsschutzvarianten angehoben.

mehr ...

Immobilien

Mietlager profitieren von höheren Wohnkosten

Die Urbanisierung und steigende Mieten treibt auch die Gebühren für Mietlager. Immer mehr Menschen suchen externe Lager, um die Miete für mehr Lagerraum in der eigenen Wohnung zu sparen. Der Markt wächst auch in Deutschland.

mehr ...

Investmentfonds

“Einführung des Euro war Europas größter Fehler”

Eine stabile europäische Währungsunion wird nie existieren. Darüber sind sich die Europa-Experten einig, die beim zweiten Feri Science-Talk über die Zukunft und Schwierigkeiten des Euro diskutiert haben. Keiner der Lösungsvorschläge scheint gut genug, um die wachsenden Probleme zu lösen.

mehr ...

Berater

Fondskonzept und DGFRP beschließen IT-Kooperation

Wie die Deutsche Gesellschaft für Ruhestandsplanung (DGFRP) und der Illerstissener Maklerpool Fondskonzept mitteilen, arbeiten sie ab dem 1. November in der Informationstechnologie zusammen. Hierzu bündeln die beiden Maklerdienstleister ihre IT-Lösungen und fassen Ressourcen in den Sparten Investment und Versicherungen zusammen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Autark Invest: Vertrieb mit abgelaufenem Prospekt?

Die Finanzaufsicht BaFin weist auf ihrer Website darauf hin, das der Verkaufsprospekt der Autark Invest GmbH, Olpe, “ungültig” ist. Er hat sein gesetzliches Haltbarkeitsdatum überschritten.

mehr ...

Recht

Immobilienverkauf: Die wichtigsten Schritte für Käufer und Verkäufer

Beim Immobilienverkauf sind unabhängig von der Preisverhandlung einige Schritte nötig, die sich bei Käufer und Verkäufer gar nicht so sehr unterscheiden. Wie sich beide Parteien auf den Notartermin vorbereiten sollten und welche Dokumente dafür wichtig sind:

mehr ...