Anzeige
9. April 2015, 14:02
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Evaluation der Mietpreisbremse: Ein Trostpflaster für die Immobilienbranche

Auf Wunsch der Unionsparteien wird alle paar Jahre überprüft, wie sich die Mietpreisbremse auf den deutschen Wohnimmobilienmarkt auswirkt. Damit wollen Politiker der Immobilienbranche vermitteln, dass das Gesetz später noch gekippt werden kann.

Gastbeitrag von Jürgen Michael Schick, Immobilienverband IVD

Haus Shutterstock 127475501-Kopie-2 in Evaluation der Mietpreisbremse: Ein Trostpflaster für die Immobilienbranche

Deutsche Mietshäuser: Sobald der Preisdeckel in Kraft tritt, darf die Miete dort maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

Im Zusammenhang mit der Einführung der Mietpreisbremse wurde beschlossen, die Folgen der geänderten Vorschriften im BGB zu evaluieren, sobald die ersten Länder Gebrauch von der Ermächtigung gemacht haben, Gebiete mit angespannten Wohnungsmärkten auszuweisen, und danach mindestens drei weitere Jahre vergangen sind. Die Änderung des Gesetzes zur Regelung der Wohnungsvermittlung soll nach spätestens fünf Jahren untersucht werden.

Prüfung der Vorschriften

Dieser Zusatz wurde auf Wunsch der Union in das Gesetz eingefügt. Er soll die Immobilienwirtschaft beruhigen und die Hoffnung verbreiten, dass der Spuk mit der Mietpreisbremse nach einigen Jahren zu Ende sein wird, wenn sich herausstellt, dass sie nicht das bewirkt hat, was beabsichtigt war.

Es ist jedoch naiv anzunehmen, eine Evaluation hätte automatisch zur Folge, dass Mietpreisbremse und Bestellerprinzip wieder abgeschafft würden. Wer glaubt denn im Ernst, dass die Politiker, die jetzt einhellig diese Regelungen beschlossen haben, nach einigen Jahren sagen werden: “Wir haben uns offenbar geirrt. Untersuchungen belegen, dass das alles nichts gebracht hat. Die Mietpreisbremse ist überflüssig und muss abgeschafft werden.”

Prognose: Mietpreisbremse wird Wirkung zeigen

Erstens werden Untersuchungen belegen, dass die Mietpreisbremse nicht ohne Wirkung geblieben ist. Natürlich wird es zu einer Dämpfung der Miethöhe bei der Wiedervermietung im Bestand kommen. Das wird als Erfolg gefeiert werden und als Bestätigung dafür, dass die Mietpreisbremse ein sinnvolles Instrument war und auch weiterhin unverzichtbar ist.

Aber, und auch dies kann man jetzt schon vorhersagen: Das zugrundeliegende Problem, dass nämlich insbesondere in den Großstädten das Angebot an Mietwohnungen geringer ist als die Nachfrage, wird durch die Mietpreisbremse nicht beseitigt, vielleicht wird es sogar verstärkt.

Seite zwei: Gentrifizierung setzt sich fort

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 8/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Durchstarter Indien – Führungskräfte absichern – Bausparen – US-Immobilien


Ab dem 20. Juli im Handel.

Cash. 7/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

US-Aktien – Unfallpolicen – Altersvorsorge – Ferienimmobilien

+ Heft im Heft: Cash.Special Vermögensverwaltende Fonds

Versicherungen

Elternunterhalt: Zehn Situationen, in denen Kinder nicht zahlen müssen

Geld für den Unterhalt der eigenen Eltern zu zahlen ist neu und sowohl für den Pflegebedürftigen als auch für seine Kinder schwer zu akzeptieren. Daher stellt sich immer wieder die Frage: Wer muss überhaupt zahlen? Oder was ist zu tun, damit man den eigenen Kindern nicht zur Last fällt? Gastbeitrag von Margit Winkler, Institut Generationenberatung

mehr ...

Immobilien

Bundestagswahl 2017: “Grundproblem des Immobilienmarktes erkannt”

Mittlerweile haben alle Parteien ihre Wahlprogramme veröffentlicht. Oliver Moll, Geschäftsführer und Inhaber von Moll & Moll Zinshaus, beleuchtet die Forderungen für den deutschen Immobilienmarkt. Dritter Teil: Wie sehen die Pläne der CDU aus?

mehr ...

Investmentfonds

Zwei Fonds gegen steigende Zinsen

Mit dem erneuten Anheben der Leitzinsen der Fed in den USA scheint die Trendwende zu höheren Zinsen eingeläutet. Investoren, die sich dagegen schützen wollen, bietet Lyxor im High-Yield-Bereich nun zwei neue ETFs an.

mehr ...

Berater

Strafzinsen: Banken bunkern Bargeld

Kreditinstitute in Deutschland bunkern nach Angaben von Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele zunehmend Bargeld, um Strafzinsen fürs Geldparken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) zu vermeiden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Fondsbeteiligung: Was geschieht bei Tod des Anlegers?

Das durchschnittliche Alter von Fondsinvestoren ist vergleichsweise hoch. Daher sind Erbfälle mit Anteilen an geschlossenen Fonds keine Seltenheit. Was geschieht jedoch mit einer Fondsbeteiligung im Todesfalle eines Anlegers?

mehr ...

Recht

Laufende Bestandsprüfungen keine Maklerpflicht

Makler sind nicht dazu verpflichtet turnusmäßige Gespräche mit ihren Kunden zu führen oder bei der Übernahme laufender Verträge in die Betreuung eine Risikoanalyse durchzuführen. Dies gilt jedenfalls, wenn kein konkreter Anlass vorliegt, so das OLG Frankfurt. Gastbeitrag von Jürgen Evers, Kanzlei Blanke Meier Evers Rechtsanwälte

mehr ...