Studie: Wohnungsbau legt zu – energetische Sanierungen stagnieren

Die deutsche Bauwirtschaft entwickelte sich 2015 zwiegespalten: Das Wohnungsbausegment ist gewachsen, die Sanierung von Bestandsimmobilien kam jedoch ins Stocken. Das geht aus einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor.

Laut einer aktuellen Analyse ist das Wohnungsbausegment 2015 deutlich gewachsen

Demnach ist der Wohnungsbau in Deutschland 2015 real, also preisbereinigt, um 2,7 Prozent gewachsen. „Die Zinsen und die Arbeitsmarktlage sind sehr günstig, und der Bedarf an Wohnraum ist vor allem in den Ballungsräumen hoch“, sagt Claus Michelsen, wissenschaftlicher Mitarbeiter in den Abteilungen Konjunkturpolitik und Klimapolitik am DIW Berlin.

Sanierungen geraten ins Stocken

Sanierungsmaßnahmen an bestehenden Wohngebäuden gerieten laut der DIW-Analyse hingegen ins Stocken. Vor allem energetische Sanierungen laufen demnach schwach. Deren Volumen sei zwischen 2010 und 2014 um insgesamt 15 Prozent gesunken.

Gründe dafür könnten die reduzierte Förderung für Photovoltaikanlagen und der niedrige Ölpreis sein, der Investitionen in Energieeffizienz im Vergleich zu den Vorjahren unattraktiv macht.

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„Um die ambitionierten Ziele hinsichtlich der Einsparung von Heizenergie erreichen zu können, müssten die Investitionen in diesem Bereich erheblich ausgeweitet werden“, sagt Martin Gornig, stellvertretender Leiter der Abteilung Unternehmen und Märkte im DIW Berlin. (st)

Foto: Shutterstock

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